Bundesweiter Produkt-Rückruf Brauerei ruft „Hirsch Alkoholfrei Weisse“ zurück

Update | Düsseldorf · Recht häufig kommt es in Deutschland zu Rückrufen verschiedenster Produkte. Meist sind Lebensmittel betroffen. In diesem Sammler finden Sie die aktuellen Warnungen und Rückrufe.

Diese Krankheitserreger in Lebensmitteln sollten Sie kennen
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Diese Krankheitserreger in Lebensmitteln sollten Sie kennen

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Foto: dpa/Manfred Rohde

Immer wieder werden gesundheitsschädliche Bakterien, Inhaltsstoffe oder Fremdkörper gefunden. Folgend finden Sie chronologisch geordnet die aktuellen Rückrufe und Warnungen.

+++ 20. Juli 2024 +++

So schützen Sie sich vor Listerien
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Foto: Shutterstock/ Yellowj

Eine Brauerei in Baden-Württemberg hat als alkoholfrei gekennzeichnete Sixpacks zurückgerufen - weil das darin enthaltene Bier Alkohol enthalten könnte. Grund dafür ist ein Fehler bei der Etikettierung, wie die Hirsch-Brauerei Honer in Wurmlingen mitteilte. Demnach sind in den Sixpacks mit der Kartonagen-Aufschrift „Hirsch Alkoholfrei Weisse“ teils auch Flaschen mit alkoholhaltigem Weißbier verpackt. Die Brauerei betont, dass das Bier in den eingepackten Einzelflaschen „für den Verzehr geeignet“ sei und „die gewohnte Qualität“ aufweise. Auch die Etiketten auf den Einzelflaschen entsprechen dem Flascheninhalt. Nur die Umverpackung auf den Sixpacks könne die „nicht dazu passenden Flaschen enthalten“. Betroffen ist das Bier mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 25. Januar 2025.

+++ 9. Juli 2024 +++

Der Getränkehersteller Refresco ruft in Deutschland bestimmte Apfelschorlen bundesweit aus dem Handel zurück, weil die Flaschen den Angaben zufolge zu viel Druck haben und bersten könnten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es bei einigen wenigen Flaschen eine Verunreinigung mit Hefen gegeben und dies wiederum zu Druckaufbau in den 0,5 Liter- und 1,5 Liter-Plastikflaschen geführt habe, teilte die Refresco Deutschland GmbH in Mönchengladbach mit. Dadurch drohe unter ungünstigen Bedingungen Verletzungsgefahr.

Was man über Salmonellen wissen sollte
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Foto: AP

Die Apfelschorle wird bei Edeka und Marktkauf unter dem Label „Gut + Günstig“ verkauft und bei Netto unter dem Label „StarDrink“. Es geht um verschiedene Chargen, deren Mindesthaltbarkeit Ende November oder im Dezember abläuft. Später teilte das Unternehmen mit, dass auch bestimmte Chargen der Penny-Apfelschorle und der „Ja!“-Apfelschorle betroffen seien. Der Penny-Rückruf bezieht sich nur auf einige Bundesländer, der Rewe-Rückruf gilt bundesweit.

„Flaschen, die aufgebläht sind und deren Inhalt eine Trübung aufweist, sollten keinesfalls geöffnet, sondern umgehend vorsichtig entsorgt werden“, schreibt Refresco Deutschland. „Auch optisch unauffällige Flaschen mit den genannten Mindesthaltbarkeitsdaten sollten rein vorsorglich nicht konsumiert und ebenfalls entsorgt werden.“ Wer solche Flaschen bereits gekauft hat, bekommt den Angaben zufolge auch ohne Kassenbon bei der Einkaufsstätte das Geld zurück.

Weiter Informationen zu den einzelnen Chargen finden Sie hier.

+++ 2. Juli 2024 +++

Alete und Alnatura rufen Baby-Beikost ab dem 8. Monat zurück. In den betroffenen Gläschen wurden Rückstände von Aflatoxinen festgestellt, das teilte die Verbraucherzentrale NRW mit. Aflatoxine werden von Schimmelpilzen gebildet und können die Gesundheit gefährden. Betroffen ist das Alete Beikost-Gläschen “Alete bewusst Bunter Gemüsereis mit Kichererbsen“, 250 g, mindestens haltbar bis 17.12.2025. Von Alnatura sind die Beikost-Gläschen „Alnatura Kürbis-Risotto mit Karotten“, 220 g, mindestens haltbar bis zum 20.12.2025 und „Alnatura Ratatouille mit Kartoffeln“, 220 g, mindestens haltbar bis 14.1.2026 und 28.1.2026. Mehr darüber erfahren Sie hier.

So lange überleben diese zehn Erreger auf Oberflächen
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Foto: Shutterstock/Kateryna Kon

+++ 29. Juni 2024 +++

Der Hersteller BioWagner aus Dissen ruft aktuell das Produkt „BioWagner, Paprika edelsüß im Beutel“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum „04/2027“ und den Losnummern „LB40941“, „LC40941“, „LA40951“ und „LB40951“ zurück. Bei Kontrollen wurde festgestellt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Metallsplitter in dem Produkt befinden. Das Produkt kann an den Hersteller BioWagner GmbH, 49198 Dissen a.T.W., zurückgegeben werden. Der Kaufpreis und auch das Porto werden erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons. Betroffene Verbraucher werden gebeten, sich an den Hersteller unter der E-Mail-Adresse mailto:service@biowagner.de - service@biowagner.de zu wenden.

+++ 28. Juni 2024 +++

In eingelegten Pilzen mit der Beschreibung „Gemeiner Weiß-Täubling“ könnten gefährliche Nervengifte stecken. Das Portal lebensmittelwarnung.de hat deswegen eine Warnung vor dem Produkt der Firma Lackmann Fleisch- und Feinkostfabrik mit Sitz im baden-württembergischen Willstätt veröffentlicht. Betroffen von dem Rückruf sind nur Gläser mit dem Produktnamen „Gemeiner Weiß-Täubling“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20.05.2025. Die Pilze sind laut dem russischen Teil des Etiketts in Salzlake eingelegt und stammen aus dem Altai, einem Gebirge in Russland. Das Produktionsdatum war der 20.11.2023, der EAN-Code lautet 4250370532731. Das Produkt war in fast allen Bundesländern auf dem Markt. Mehr darüber erfahren Sie hier.

+++ 14. Juni 2024 +++

Wegen einer möglichen Verunreinigung durch Salmonellen ruft der Hersteller Fuchs Gewürze das Produkt „Basilikum gerebelt“ der Rewe-Eigenmarke Ja! zurück. Der Rückruf betrifft die Chargennummer 4033AB, wie das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Dissen am Donnerstag mitteilte. Es werde davon abgeraten, die Produkte aus dieser Charge zu verzehren. Die mögliche Verunreinigung sei im Zuge regelmäßiger Routinekontrollen nachgewiesen worden. Andere Produkte der Marke und des Herstellers seien nicht betroffen.

Die schlimmsten Lebensmittelskandale
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Foto: Ewa Studio/ Shutterstock.com

+++ 13. Juni 2024 +++

Die dänische Lebensmittelbehörde warnt vor dem Verzehr von drei aus Südkorea importierten, besonders scharfen Instantnudelgerichten. Die Produkte werden weltweit verkauft – und sind auch in Deutschland zu erwerben. In Dänemark wurden folgende Produkte zurückgerufen: „Buldak Samyang 3 x Spicy & Hot Chicken“, „Buldak Samyang 2 x Spicy & Hot Chicken“ und „Buldak Samyang Hot Chicken Stew“. Die Produkte enthielten eine zu hohe Dosis Capsaicin - einen Wirkstoff, der Chilischoten Schärfe verleiht. Viele Kinder und Jugendliche in Dänemark fordern sich in sozialen Netzwerken in einer Art Mutprobe gegenseitig zum Essen „einer kräftigen Schüssel Nudelsuppe“ von Samyang Foods auf. Im September 2023 starb ein Teenager, nachdem er einen besonders scharfen Tortilla-Chip gegessen hatte. Offenbar nahm er an einer Mutprobe teil.

+++ 12. Juni 2024 +++

Wegen einer fehlerhaften Allergenkennzeichnung wird das bei Aldi Süd verkaufte „Nur Natur Bio Steinofenbaguette Vollkorn“ des Herstellers Bio Breadness GmbH zurückgerufen. Die Details.

+++ 10. Juni 2024 +++

Wegen einer möglichen Gesundheitsgefahr wird eine Reihe von Küchenutensilien wie Pfannenwender oder Schaumlöffel zurückgerufen. Insgesamt handelt es sich um 17 verschiedene Produkte der Marke „Alpina Nylon Küchenzubehör“, teilte der niederländische Hersteller A.I.&E am Montag über das Portal lebensmittelwarnung.de mit. Bei der Verwendung der Produkte könnten schädliche Mengen krebserregender Stoffe in Lebensmittel gelangen. In welchen Geschäften die Küchenutensilien verkauft wurden, wurde nicht mitgeteilt.

Betroffen sind 17 verschiedene Produkte, darunter auch Kartoffelstampfer oder Schöpfkellen aus schwarzem Kunststoff, teilweise mit Stielen aus silberfarbenem Metall, Kunststoff oder Holz. Die Artikel seien seit Januar 2021 verkauft worden. Der Verkauf werde eingestellt, hieß es.

Die betroffenen Utensilien könnten in den jeweiligen Läden zurückgegeben werden. Neben NRW seien auch Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Sachsen sowie Schleswig-Holstein vom Rückruf betroffen.

+++ 04. Juni 2024 +++

Wegen einer möglichen Salmonellen-Belastung ruft ein Lieferant Sesammus der Marke „Uncle Taufik Tahina“ zurück. In der Mitteilung des Herstellers Taufik Ibrahim Import & Export hieß es, betroffen seien Packungen mit 400 und 800 Gramm Inhalt, dem Haltbarkeitsdatum 22. Februar 2026 und der Chargennummer „Parti.No: 0207“.

+++ 04. Juni 2024 +++

Wer in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bei Edeka und Marktkauf in den vergangenen Tagen norwegischen Räucherlachs von „gut&günstig“ gekauft hat, sollte das Haltbarkeitsdatum überprüfen. Der Hersteller Laschinger Seafood hat die 200g-Packung zurückgerufen, weil darauf teilweise ein falsches Verbrauchsdatum aufgedruckt worden war. So sei auf der Rückseite der Verpackung aufgrund eines Systemfehlers statt dem 10. Juni der 10. Juli als Verbrauchsdatum zu finden.

+++ 27. Mai 2024 +++

Wegen einer möglichen Listerien-Belastung ruft ein Lieferant vorsorglich getrocknete und gesalzene Saibling-Streifen zurück. Betroffen seien 750-Gramm-Packungen mit der Losnummer 24121 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16. November 2024, wie die Firma Ulan GmbH aus Philippsburg bei Karlsruhe am Montag mitteilte. Eine Kontamination mit dem Bakterium Listeria monocytogenes könne nicht ausgeschlossen werden.

+++ 22. Mai 2024 +++

Eine Bäckerei aus Thüringen hat mehrere Backwaren wegen des Verdachts auf darin enthaltene Fremdkörper aus Holz zurückgerufen. Betroffen von dem Rückruf sind gemischte Brötchen zum Fertigbacken in 540-Gramm-Verpackungen, wie die Panem Backstube GmbH mit Sitz in Bleicherode (Landkreis Nordhausen) am Mittwochabend mitteilte. Es gehe um Produkte „Gut&Günstig Gemischte Brötchen zum Fertigbacken“ sowie „Kornmühle Gemischte Brötchen zum Fertigbacken“ mit Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 30. Mai 2024.

+++ 14. Mai 2024 +++

Wegen zu hoher Pestizidrückstände hat der Lebensmittelhändler Importhaus Wilms aus Walluf in Hessen einen Rückruf verschiedener Sorten „Gaea“ Olivenöl gestartet. Nach Angaben des Portals „lebensmittelwarnung.de“ sind die Produkte „Gaea Classic“ (500 Milliliter) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Juli 2025, „Gaea Select“ (500 Milliliter) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10. Juli 2025 und „Gaea Salatöl“ (500 Milliliter) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 9. Juli 2025 betroffen. In diesen Produktchargen war demnach ein erhöhter Rückstand von Chlorpyrifos festgestellt worden. Dabei handelt es sich um ein in der Landwirtschaft eingesetztes Pestizid, welches seit 2020 in der EU nicht mehr zugelassen ist.

+++ 10. Mai 2024 +++

Der niederländische Hersteller Bakkerij Holland hat die Weizen- sowie Vollkorn-Sandwich-Toasts der Marke „gut&günstig“ zurückgerufen, wie am Freitag im Internetportal lebensmittelwarnung.de der Bundesländer und des Bundesamtes für Verbraucherschutz hervorging. In den betroffenen Produkten können weiße Plastikteile enthalten sein. Der Hersteller riet davon ab, die Toastscheiben zu essen.

+++ 8. Mai 2024 +++

Ein niederländischer Hersteller ruft Sandwichbrot zurück, das Kunden bei Lidl in Nordrhein-Westfalen kaufen konnten. Betroffen seien die Produkte „Grafschafter Weizen Sandwich American Style, 750g“ und „Grafschafter Vollkorn Sandwich American Style, 750g“ mit allen Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 21. Mai 2024.

+++ 8. Mai 2024 +++

Rewe hat Hähnchenschnitzel seiner Eigenmarke „ja!“ aus dem Verkauf genommen. Bei einer routinemäßigen Kontrolle seien in einer Probe Listerien nachgewiesen worden.

+++ 7. Mai 2024 +++

Eine Thüringer Käserei warnt davor, 16 bestimmte Produkte zu verzehren. Die Produkte wurden bundesweit verkauft und könnten mit Listerien-Bakterien belastet sein.

Ein niederländisches Unternehmen ruft zudem Tafeltrauben zurück, die über Rewe-Supermärkte vertrieben wurden.

+++ 26. April 2024 +++

Ritter Sport hat Schokolade mit Joghurtfüllung zurückgerufen. Einzelne Tafeln können möglicherweise Kunststoffteile enthalten, wie das Unternehmen am 26. April 2024 mitteilte. Von dem Rückruf betroffen ist gefüllte Vollmilchschokolade der Sorte Joghurt in der 100-Gramm-Packung. Konkret geht es um Tafeln mit Mindesthaltbarkeitsdatum 3. Februar 2025 und den Losnummern H3P1 0304, H3P2 0304 und H3P4 0304. Weitere Angaben machte der Schokoladenhersteller mit Sitz in Waldenbuch bei Stuttgart nicht. Auch nicht dazu, wie betroffene Kundinnen und Kunden ihr Geld zurückbekommen. Üblicherweise können die Produkte dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden.

+++ 26. April 2024 +++

Die Firma Paul Daut aus Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen ruft eine Wurst aus dem Handel zurück. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Produkt „KLC Delikatess Geflügel Fleischwurst 2x 200g“ Kunststofffremdkörper enthalte, teilte das Unternehmen am Freitag laut einem auf der Seite lebensmittelwarnung.de verbreiteten Rückruf mit.

Vertrieben wird die Fleischwurst über Kaufland in Niedersachsen, NRW, Hessen, Bremen und Schleswig-Holstein. Bereits gekaufte Ware kann in den Filialen laut Mitteilung auch ohne Vorlage eines Kassenbons zurückgegeben werden. Das gilt für Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 17. bis 20. Mai 2024.

+++ 24. April 2024 +++

Die Gmyrek Fleisch- und Wurstwaren GmbH ruft den Artikel „Gut Drei Eichen Harzer Schinkenwürstchen“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 03.05.2024 zurück. Im Rahmen einer Eigenkontrolluntersuchung waren laut Unternehmensmitteilung in einer einzigen Probe Salmonellen nachgewiesen worden. Das betroffene Produkt wurde in allen Filialen der folgenden Regionalgesellschaften von Aldi Nord gehandelt: Datteln, Lehrte-Sievershausen, Hann. Münden, Salzgitter und Werl.

+++ 23. April 2024 +++

Wegen Salmonellengefahr werden die bei Aldi verkauften „Gut Bio Sonnenblumenkerne“ in der 650-Gramm-Packung zurückgerufen. Im Rahmen von Eigenuntersuchungen seien im Produkt Salmonellen positiv nachgewiesen worden, teilte der Hersteller Estyria Naturprodukte am Dienstag über das Portal lebensmittelwarnung.de mit. Der Rückruf beziehe sich ausschließlich auf Produkte mit der Chargennummer 23007616/1 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum März 2025. Diese seien bei Aldi Nord in den Gesellschaften Rinteln, Lingen, Hann. Münden und Großbeeren sowie bei Aldi Süd in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen verkauft worden.

Auf dem Portal lebensmittelwarnung.de werden die Rückrufe auch noch einmal veröffentlicht.

(aku/peng/esch/felt/zim/dpa)