Stiftung Warentest: Barcodes - gefährlich oder nicht?

Stiftung Warentest: Barcodes - gefährlich oder nicht?

Schwarze Balken, weiße Striche und dazwischen Nummern - Barcodes dienen auf Artikeln als internationale Produktkennzeichnung. Für manche jedoch sind sie Ursprung gesundheitlicher Schäden. Stiftung Warentest hat dies nun widerlegt.

Immer wieder ist im Internet das Gerücht zu lesen, Barcodes seien gefährlich. Verschwörungstheoretiker schüren die Angst, dass sich die schwarzen Striche mit negativer Energie aufladen und dem Menschen schaden. Freigesetzt werde die Aufladung an der Kasse, wenn der Scanner den Barcode erfasst.

Das Magazin "test.de" von Stiftung Warentest ist dem nun auf den Grund gegangen. "Barcodes bestehen — wie andere Aufdrucke auf Produkten auch — aus Druckerfarbe. Wie Strichcodes, beziehungs­weise deren Farbe Strahlung aus der Umge­bung aufnehmen und an Produkte weitergeben sollen, ist wissenschaftlich nicht nach­voll­zieh­bar", stellt Anja Lutz vom Bundes­amt für Strahlen­schutz darin klar.

Dass die Warnungen der Barcode-Gegner bislang durchaus von einigen ernst genommen wurden, zeigt sich daran, dass es im Internet auch ein Gegenmittel zu erwerben gibt. Der so genannte "Strichcode-Entstörstift" für etwa 17 Euro, macht der negativen Strahlung den Garaus, wenn man damit einen Querstrich über den Barcode zeichnet. In dem Stift soll sich ein spezieller Chip verbergen, der die toxische Belastung eliminiert.

Auch manche Lebensmittelhersteller haben sich auf die Angstmache eingestellt. So etwa der Bio-Safthersteller Rabenhorst. Seit 2011 ist auf seinen Barcodes ein Querstrich zu sehen, der laut Barcode-Gegner die negative Strahlung aufhebt. "Wir sehen das liberal. Wenn es Menschen gibt, die sich durch den Barcode gestört fühlen, dann machen wir das", erklärt Geschäfts­leiter Klaus-Jürgen Philipp.

(ham)