Amazon: "Wir liefern zuverlässig"

Streik bis Samstag verlängert : Amazon: "Wir liefern zuverlässig"

Die Gewerkschaft Verdi hat angekündigt die Streiks beim Online-Händler Amazon bis Samstag zu verlängern. Betroffen ist vor allem der größte Standort in Bad Hersfeld. Amazon aber beruhigt die Kunden.

Beschäftigte des Warenlagers in Werne (NRW) wollen den Protest ebenso so lang verlängern. Auch an anderen Standorten scheint eine Ausweitung der Ausstände möglich. Die Gewerkschaft gab dazu aber noch keinen Überblick.

Laut Aussage von Anette Nachbar, Pressesprecherin bei Amazon soll der Streik auf das Weihnachtsgeschäft jedoch keine Auswirkungen haben. "Wir liefern zuverlässig. An den Streiks nimmt nur eine Minderheit der Mitarbeiter teil", so Nachbar. Gewährleistet sei eine rechtzeitige Zustellung, da in Deutschland weiterhin rund 19.000 Kollegen regulär arbeiteten, um Kundenerwartungen zu erfüllen.

Trotz Streik hat Amazon sein Angebot ausgeweitet. Wie das Unternehmen mitteilte, könnten Kunden jetzt noch bis Montag den 23. Dezember um 12 Uhr per Standardversand bestellen und bekämen ihre Päckchen bis Heiligabend.

Am Mittwoch wurde der am Montag begonnene und zunächst auf drei Tage angesetzte Streik fortgesetzt. Mittlerweile beteiligen sich sechs von neun Standorten bundesweit. Neben Bad Hersfeld und Werne sind Leipzig, Graben (Bayern), Rheinberg (NRW) und Koblenz dabei. Nach Angaben von Amazon nahmen in der Frühschicht bundesweit 1100 Mitarbeiter am Streik teil.

Für Mittwochmittag ist eine Kundgebung in Koblenz geplant. Erwartet werden die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), der Chef der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Oskar Lafontaine, und Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Eine weitere Kundgebung ist am Freitag (14.30 Uhr) in Bad Hersfeld mit dem Verdi-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske geplant, wie ein Verdi-Sprecher in Hessen sagte.

(dpa)