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Finanzgericht Köln 6 K 5353/04: Keine Sammelauskunft über Bareinzahlungen auf Cash-Konten

Finanzgericht Köln 6 K 5353/04 : Keine Sammelauskunft über Bareinzahlungen auf Cash-Konten

Köln (rpo). Steuerfahnder dürfen anhand eines einmaligen Vorfalls keine Sammelauskunft über die Bareinzahlungen auf Cash-Kreditkartenkonten einer Bank verlangen. So haben die Richter des Finanzgerichts Köln entschieden.

Der einzelne Fall eines Bankkunden, der Schwarzgeld bar auf sein Cash-Kreditkartenkonto eingezahlt hat, rechtfertige ein solches Vorgehen nicht, argumentierten die Richter.

Ein solcher Anlass liege nur dann vor, wenn auf Grund konkreter Anhaltspunkte die Möglichkeit einer Steuerhinterziehung in Betracht komme, urteilten die Richter.

Bei Cash-Kreditkartenkonten handele es sich um legitimationspflichtige Konten, die sich nicht dazu eigneten, bar eingezahlte Geldbeträge unentdeckt ins Ausland zu schaffen. Die Verwendung eines solchen Kontos zur Einzahlung von Schwarzgeld berge eher die Gefahr der Enttarnung, als dass es der Verschleierung von Zahlungswegen diene, so das Urteil.

Finanzgericht Köln - Az.: 6 K 5353/04