Umzug, Führerschein, Organspende: Das ändert sich am 1. April

Umzug, Führerschein, Organspende : Das ändert sich am 1. April

Am 1. April treten mehrere Änderungen in Kraft, die Millionen Bürger betreffen. Bei der Steuererklärung gilt für viele Arbeitnehmer künftig eine günstigere Regelung als bisher.

  • Pauschbetrag bei Umzug: Wer aus beruflichen Gründen den Wohnort wechselt, kann Umzugs-Ausgaben steuerlich geltend machen. Zum 1. April steigt der Pauschbetrag. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums liegt er dann für Verheiratete bei 1622 Euro statt bisher 1573 Euro und für Ledige bei 811 Euro statt 787 Euro. Abgesetzt werden können etwa Kosten des Umzugswagens oder der Spedition, Maklergebühren und doppelte Mieten. Auch Reisekosten im Zusammenhang mit dem Umzug zählen dazu.
  • Organspende: Krankenhäuser erhalten mehr Geld, um sich stärker um Organspenden kümmern zu können. Die Transplantationsbeauftragten der Kliniken bekommen mehr Kompetenzen und Freiräume. Aufgebaut werden sollen mobile Ärzteteams, die kleineren Häusern ohne eigene Experten helfen, die Voraussetzungen für Organentnahmen festzustellen.
  • Lebensmittel: Die großen Supermarktketten Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe starten eine einheitliche Kennzeichnung für Rinder- und Schweinefleisch sowie Geflügel. Packungsaufdrucke mit der Aufschrift „Haltungsform“ sollen die Lebensbedingungen der Tiere anzeigen - in einem vierstufigen System vom gesetzlichen Standard bis zu höheren Standards mit jeweils steigenden Tierschutzanforderungen.
  • Arbeitsmarkt: Beschäftigte bei Dienstleistern der Aus- und Weiterbildung bekommen mehr Geld. Vom 1. April an liegt der Mindestlohn - je nach Qualifikation - bei 15,72 Euro oder 15,79 Euro brutto pro Stunde. Bis 2022 soll das Mindestentgelt schrittweise weiter steigen.
  • Arbeitsmarkt II: Leih- und Zeitarbeiter in Westdeutschland erhalten ab April wieder einen höheren Mindestlohn als ihre Kollegen im Osten. Die Untergrenze springt von 9,47 Euro auf 9,79 Euro pro Stunde. Im Osten erhalten Arbeiternehmer in Leiharbeit seit Jahresbeginn 9,49 Euro. Dieser Satz wird zum 1. Oktober auf 9,66 Euro angehoben.
  • Mehr Geld für Beamte: Mehr Geld gibt es auch für die 343.800 Beamten des Bundes - die Besoldungstabelle sieht eine Erhöhung von 3,09 Prozent vor.
  • Führerschein: Der amtliche Fragenkatalog für die theoretische Führerscheinprüfung wird geändert. Es kommen 32 neue Fragen, 38 weitere wurden überarbeitet. Darunter sind auch neue Video- und Bildfragen.

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(jco/dpa/afp)