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Lärm im Haus: Wieviel ist erlaubt?

Lärm im Haus : Wieviel ist erlaubt?

Düsseldorf (RP). Sei es durch Hundegebell oder lärmende Kinder – immer wieder kommt es zu Streitereien, wenn es um das Thema Lautstärke geht. Das Problem: Lärm ist subjektiv. Vogelgezwitscher beispielsweise empfinden die wenigsten Menschen als Krach, obwohl es bisweilen recht laut sein kann. Und während der Eine sich über ein bisschen Leben freut, ärgert sich der Andere schon, wenn nur Kinder spielen. Daher ist es schwierig, konkrete Regeln aufzustellen.

Düsseldorf (RP). Sei es durch Hundegebell oder lärmende Kinder — immer wieder kommt es zu Streitereien, wenn es um das Thema Lautstärke geht. Das Problem: Lärm ist subjektiv. Vogelgezwitscher beispielsweise empfinden die wenigsten Menschen als Krach, obwohl es bisweilen recht laut sein kann. Und während der Eine sich über ein bisschen Leben freut, ärgert sich der Andere schon, wenn nur Kinder spielen. Daher ist es schwierig, konkrete Regeln aufzustellen.

Der Maßstab Zimmerlautstärke ist wenig exakt, da es vom umgebenden Lärm, zum Beispiel Straßenlärm abhängt, ob ein Geräusch aus einem Zimmer nach außen dringt. Generell gelten aber die üblichen Ruhezeiten zwischen 13 und 15 Uhr und die Nachtruhe zwischen 22 und 7 Uhr für das Einhalten der Zimmerlautstärke.

Nicht jedes Geräusch, das stört, ist deshalb verboten. Viele Geräusche muss man hinnehmen, entweder, weil sie ortsüblich oder unvermeidbar sind. Dazu gehören lärmende Kinder ebenso wie die üblichen Verrichtungen in Haushalt oder Badezimmer. Sogar Heimwerker sind in der Regel unvermeidlich.

Renovierungsarbeiten Lärm, der durch gelegentliche Renovierungsarbeiten verursacht wird, etwa durch eine Bohrmaschine oder eine Parkettschleifmaschine, muss hingenommen werden. Renovierungen sollte man dennoch so organisieren, dass geräuschvolle Arbeiten vor 20 Uhr erledigt werden. Das Gleiche gilt für Geräusche von Haushaltsgeräten wie Staubsauger und Waschmaschine. Grundsätzlich sind jedoch beim Gebrauch dieser Geräte die allgemeinen Ruhezeiten und die Nachtruhe einzuhalten.

Party Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass es erlaubt sei, einmal im Jahr eine lautstarke Feier in den eigenen vier Wänden durchführen zu können. Wer eine Party feiern möchte, sollte daher die Nachbarn vorab informieren und um Verständnis bitten. Oft reicht schon diese nette Geste. Noch mehr hilft es, den Nachbarn mit einzuladen. Nichtsdestotrotz bedeutet die Vorankündigung keinen Freibrief für übermäßigen Lärm. Wer feiert, sollte stets dafür sorgen, dass die Musik möglichst in Zimmerlautstärke bleibt und die Fenster geschlossen sind.

Musizieren Außerhalb der Mittagszeit darf täglich anderthalb bis drei Stunden, je nach Instrument, bis 20 Uhr musiziert werden. Auf die Qualität der dargebotenen Musik kommt es dabei allerdings nur sekundär an. Musizierende Mieter sollten jedoch Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen und zu Zeiten oder in Räumen spielen, wo die Nachbarn am wenigsten gestört werden.

Lärmprotokoll Wirklich unzulässig sind nur solche Geräusche, die ein normal empfindender Mensch nicht mehr erträgt und die vermeidbar sind: beispielsweise überlaute Stereoanlagen, ungedämmte Trittgeräusche oder ständige, lautstarke Streitereien. Für eine Beweisführung hilft ein so genanntes Lärmprotokoll. Darin sollten möglichst detailliert der Zeitpunkt sowie die Art und Dauer der Belästigung aufgeführt sein. Dabei können auch Zeugen wichtig sein. In besonders kritischen Fällen müssen bisweilen sogar Sachverständige konsultiert werden.

Hier geht es zur Infostrecke: Miet-Atlas 2009: So teuer ist das Wohnen in Deutschland

(RP)