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Abenteuerspielplatz: Mitwachsende Möbel helfen sparen

Abenteuerspielplatz : Mitwachsende Möbel helfen sparen

Hamburg/München (rpo). Kinder brauchen Platz zum Spielen und Toben. Deswegen werden an Möbel für ein Kinderzimmer besondere Anforderungen gestellt: Einerseits müssen die Möbel die Bedürfnisse der Kinder erfüllen, andererseits sollen sie robust sein und möglichst lange halten. Praktisch wäre natürlich auch, wenn die Möbel mehrere Jahre überstehen und mit den Kindern wachsen.

Eltern stehen beim Kauf einer neuen Einrichtung für ihre Sprösslinge oft vor einer schwierigen Aufgabe. Schließlich soll sie eine gewisse Zeit durchhalten und obendrein auch noch peppig aussehen. Damit Mama und Papa nicht aller zwei bis drei Jahre neue Möbel kaufen müssen, gibt es mittlerweile eine mitwachsende Ausstattung für ihre Kinder.

Beim Kindermöbel-Kauf sind Qualität und Erweiterbarkeit am wichtigsten", sagt Thomas Steinkamp, Geschäftsführer des Wohnstudios Steinkamp in Hamburg. So gebe es Babybetten, die später zum Juniorbett und sogar zum Schreibtisch umgebaut werden können. Wenn das Bett aber mehrere Jahre halten soll, müsse die Qualität stimmen, betont der Fachmann. Er rät seinen Kunden meist zu Massivholz, das geölt und gewachst ist und keine Schadstoffe haben darf.

Neue Möbel zum neuen Lebensabschnitt

Auch die Baby-Wickelkommode kann mitwachsen: Wird sie nicht mehr für den eigentlichen Zweck gebraucht, kann der Aufsatz als Wandregal und der Rest als Schrank für Spielsachen genutzt werden. Ebenso praktisch veranlagt seien stufenlos höhenverstellbare Schreibtische und Stühle, die das Kind spätestens zum Schulanfang für die Hausaufgaben braucht. Später seien sie als PC-Tisch erweiterbar und könnten problemlos mit dem Sprössling mitwachsen.

Susanne Kohlmann, Inhaberin des Möbelgeschäftes "Kinder Ambiente" in München, kennt den häufig wechselnden Geschmack der Kinder. "Irgendwann können sie die mitwachsenden Möbel einfach nicht mehr sehen und sie müssen weg - spätestens dann, wenn ein neuer Lebensabschnitt wie die Schule beginnt", hat sie beobachtet. Da die meisten Eltern aber nicht aller zwei bis drei Jahre eine neue Einrichtung für ihre Kinder kaufen könnten, empfiehlt sie Abwechslung durch neue Wohn-Accessoires. "Man kann durch farbige Kissen oder Vorhänge den Raum neu gestalten", rät die Expertin. Gemütlichkeit bringen Kohlmann zufolge auch farbenfrohe Kuschel-Sitz-Säcke.

Nicht zu bunt

Obwohl die meisten Kinder Farben lieben, dürfe ihr Zimmer dennoch nicht zu bunt werden, warnt sie. Dämpfend wirkten deshalb schlicht-weiße oder holzfarbene Möbel. Auch beim farbigen Anstrich der Wände oder bunter Tapete empfiehlt Kohlmann Zurückhaltung. "Es reicht, wenn eine Wand farbig ist", sagt sie. Ebenso sollte der Teppich ihrer Meinung nach einfarbig sein und keine Kindermotive haben, um ihn später im Jugendzimmer noch verwenden zu können.

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Beim Möbelkauf haben die Kinder meist ein Wörtchen mitzureden, weiß Steinkamp. Viele Eltern kämen mit ihrem Nachwuchs ins Geschäft. Allerdings seien die Wünsche der Kleinen nicht immer realisierbar. "Ihr Bett soll so hoch wie möglich und die Rutsche so lang wie möglich sein", berichtet er. Tatsächlich kauften dann viele Eltern ihren Kindern ein Hochbett, das ab einem Alter von dreieinhalb Jahren für sie interessant werde.

Bett in luftiger Höhe

Mit einem solchen Bett in luftiger Höhe wird das Schlafengehen stets zum kleinen Abenteuer. Obendrein spart ein Hochbett Platz, der zum Spielen genutzt werden kann. Es sollte allerdings fachgerecht aufgebaut und gut gesichert sein, unter anderem durch einen Schutz vor dem Herausfallen. Meist ist an den Hochbetten eine Rutsche, die Kohlmann für verzichtbar hält. "Die ist nur in der ersten Zeit interessant. Das hört auf, wenn die Kinder cool werden", sagt sie. Steinkamp warnt beim Hochbett-Kauf vor schlechter Qualität. Schon manchmal sei ein solches Bett zusammengebrochen.

Egal, für welche Kindermöbel man sich entscheidet - sie sollten helle, freundliche Farben haben und schadstoffarm sein. Beim Kauf empfiehlt es sich deshalb, den Verkäufer nach der Herkunft des Holzes zu fragen, rät Steinkamp. Ein wichtiger Qualitätshinweis seien die Gütesiegel. Möbel mit dem "GS"-Zeichen stehen für "Geprüfte Sicherheit". Die strengsten Prüfungen haben Produkte mit dem goldenen "M" - dem Gütezeichen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel - hinter sich.