Türen und Fenster: Kunststoff oder Holz: Pro und Contra

Türen und Fenster : Kunststoff oder Holz: Pro und Contra

Düsseldorf (RP). Holz und Kunststoff sind seit Jahrzehnten die bevorzugten Materialien für Fensterrahmen in Privathäusern. Beide haben Vor- und Nachteile. Hier einige Argumente pro und contra Holz- bzw. Kunststofffenster im Überblick:

Pro Holz

1. Handwerklich sorgfältig gefertigte Holzfenster und -türen wirken natürlicher - schließlich ist Holz auch ein Rohstoff aus der Natur. Ob der Einsatz von Tropenhölzern für den Rahmenbau am Ende allerdings wirklich eine bessere Ökobilanz bewirkt, sei dahingestellt. Das Holz sollte zumindest aus nachweislich nachhaltiger Bewirtschaftung (FSC-Siegel) stammen.

2. Technisch gesehen spricht unter anderem die gute Wärmeisolierung für Holzrahmen.

3. Ein wesentliches Argument ist auch die Lebensdauer. Hier kommt vor allem der Qualität des ausgewählten Rohholzes, aber auch dem konstruktiven Holzschutz eine besondere Rolle zu. Letzteres besagt, dass bei der Konstruktion des Fensters zum Beispiel durch Wasserschenkel, aber auch durch Fugen, in denen sich kein Wasser sammeln kann, einer Dauer-Durchfeuchtung des Holzes entgegengewirkt wurde. Dank besserer Lacke und der Verwendung von wetterfesten Harthölzern wie Meranti brauchen Holzfenster einen Haltbarkeitsvergleich mit Kunststofffenstern heute nicht mehr zu scheuen.Contra Holz

Was gegen Holzfenster spricht: Sie sind teurer als ihr Pendant aus Kunststoff und müssen alle paar Jahre nachbehandelt, je nach Beanspruchung alle 2 bis 15 Jahre gestrichen werden. Dies kann jedoch durch die Anwendung von Pflegemilch erheblich hinausgezögert werden.

Pro Kunststoff

Kunststofffenster haben zunächst einen Preisvorteil auf ihrer Seite, außerdem müssen sie nicht turnusmäßig gestrichen werden.

Contra Kunststoff

Sie sind trotzdem nicht "unsterblich", denn sie können sich zum Beispiel verziehen oder vergilben oder ausbleichen. Verzug droht bei Kunststofffenstern allein schon durch die tendenziell größere Ausdehnung bei Wärme, weshalb man auf dunkle Rahmenfarben möglichst ganz verzichten sollte, denn das verstärkt den Effekt bei starker Sonnenbestrahlung.

Bei einem Austausch sind Kunststofffenster aus Hart-PVC, dem heute üblichen Rahmenmaterial, generell problematischer zu entsorgen als Holzfenster. Außerdem sieht man Kunststofffenstern doch immer an, dass sie aus nicht-natürlichen Material bestehen, weshalb sie vor allem in Altbauten deplatziert wirken. Auch nachträglich angebrachte Sprossen oder eine industriell hergestellte Butzenverglasung machen die Sache nicht besser.Teure Kombination

Es gibt auch Materialkombinationen, etwa Holzrahmen, die nach innen die Schönheit des Materials zeigen und nach außen mit Aluminiumverblendungen für absoluten Wetterschutz gerüstet sind. Sie sind jedoch auch die kostspieligste Variante, und auch sie machen sich an einer historischen Fassade nicht besser als Kunststofffenster.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Designertüren aus Holz und Kunststoff

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