Rätsel, Ritter, Reiter und mehr Spiele für den Nikolausstiefel

Düsseldorf · Um Kindern am 6. Dezember eine Freude zu bereiten, sind Nüsse, Mandarinen und andere Leckereien eine gute Wahl. Doch es geht auch anders. Nachfolgend ein paar Tipps zu spielerischen Überraschungen, die prima in den Stiefel passen.

 Ein prall gefüllter Nikolausstiefel (Symbolfoto).

Ein prall gefüllter Nikolausstiefel (Symbolfoto).

Foto: Getty Images/iStockphoto/istock

Für Gedächtnisprofis

Die Karten von „Dracho Karacho“ zeigen Drachen und Zahlen. Letztere geben das Tempo an, mit denen die Tiere fliegen. Ist ein Spieler an der Reihe, darf er beliebig viele verdeckt ausliegende Karten umdrehen – solange er richtig vorhersagt, ob der nächste Drache schneller oder langsamer fliegt als der vorherige. Wer richtig tippt und aussteigt, darf sich eine oder mehrere Karten nehmen. Manchmal bekommt man zusätzlich auch Flammen als Belohnung. Beides erhöht die Punktebilanz der Spieler. Falschtipper allerdings gehen leer aus und ihre aufgedeckten Karten müssen wieder umgedreht werden. Cool ist: Merkfreudige können mit Cleverness und etwas Glück von den Mitspielern Karten und Flammen abluchsen. Fazit: taktisch, spannend, spaßig.

>>Dracho Karacho von Oliver Igelhaut, erschienen bei Igel Spiele. 2 bis 4 Spieler, ab 7 Jahren, ca. 15 Minuten, ca. 10 Euro.

 Dracho Karacho

Dracho Karacho

Foto: Tanja Liebmann-Dé​combe

Für Kindergartenkinder

Kleine Dose, großer Spielspaß. Diese Formel passt zu „Hoppe Reiter mini“. Das Spielprinzip kommt nämlich auch im Kleinformat bei Jung und Alt gut an. Wer mitmacht, nimmt sich ein Holzpferd und ein Tableau, in das Stroh, Hufeisen, Karotten & Co hineingepuzzelt werden können. Der Startspieler greift sich einen Symbol- und einen Zahlenwürfel, und schon kann das rasante Rennen in den Stall beginnen. Wer schafft es dank der abwechselnden Würfelaktionen zuerst, sein Tableau zu füllen und obendrein mit seinem Pferd als Sieger im Ziel einzulaufen? Fazit: kurzweilig, kinderleicht und in einer Variante so rasch zu Ende, dass die Revanche-Rufe vermutlich mehrfach erschallen werden.

>>Hoppe Reiter mini von Susanne Gawlik, erschienen bei Haba. 2 bis 4 Spieler, ab 3 Jahren, ca. 10 Minuten, ca. 10 Euro.

 Hoppe Reiter

Hoppe Reiter

Foto: Tanja Liebmann-Dé​combe

Für Kombinierer

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Bei „Ku-Ka-König“ liegen an sechs oder mehr Stationen je drei Karten. Die Aufgabe der Spieler ist es, sich Runde um Runde für eine Station zu entscheiden, um Karten zu sammeln. Die Ausgangslage ist für alle gleich, denn auf das Kommando „Ku-Ka-König“ legen sich alle Spieler gleichzeitig und per Handzeichen auf ein Karten-Trio fest. Ist eine Station von mehreren Spielern begehrt, wird dort eine Karte entfernt und es gilt, erneut eine Wahl zu treffen. Spannend ist, dass es nach mehreren Runden mit nachgefüllten Stationen insgesamt zwei Wertungen gibt und manche Karten aus der ersten Wertung für die nachfolgende entfernt werden. Fazit: Ein mitreißendes Kartenspiel, bei dem die besten Kartenkombinierer gewinnen.

>>Ku-Ka-König von Reinhard Staupe, erschienen bei Kendi. 2 bis 4 Spieler, ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten, ca. 14 Euro.

 Ku Ka König

Ku Ka König

Foto: Tanja Liebmann-Dé​combe

Für Rätselfreunde

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Drum her mit den Bildkarten, damit die Spieler den passenden Rohranschluss finden können. Knifflig ist „Detecteam: Kids – Abenteuer auf der Insel“ trotzdem, denn welches Wasserrohr das richtige ist, sehen die Spieler erst, wenn alle neun Bilder eines Gesamtbildes ausliegen und der Verlauf der Rohre nachvollziehbar wird. Zwei weitere Rätsel sind in der Packung enthalten und immer geht es darum, reihum je zwei Karten aufzudecken und zu entscheiden, welches Bild am besten in die Szenerie passt. Fazit: ein schöner Einstieg in die Welt der Rätselspiele; „Detecteam: Family – Ein Ei zu viel“ ist für ältere Kinder reizvoller und fordert noch mehr heraus. Super!

>>Detecteam: Kids – Abenteuer auf der Insel von Alexander Peshkov und Ekaterina Plusnikova, erschienen bei Mirakulus. 2 bis 4 Spieler, ab 6 Jahren, ca. 60 Minuten, ca. 13 Euro.

 Detecteam

Detecteam

Foto: Tanja Liebmann-Dé​combe

Für Glückspilze

Vergammelte Bananenschalen, kaputte Flipflops und Flaschen – das alles ist am Strand gelandet und freut die Spieler, wenn sie es finden. Reihum darf bei „Lucky Beach“ jeder Spieler ein bis vier Plättchen umdrehen und schauen, was sich darunter verbirgt. Je mehr Strandgut auf den Plättchen erscheint, desto besser. Viel Strandgut bringt nämlich viele Punkte. Auch Schätze gibt es zu ergattern. Die sind am wertvollsten, aber alles andere als sicher. Wer nämlich ein Krabben-Plättchen aufdeckt, muss seinen Schatz wieder hergeben. Und Achtung: Wer das vierte Hai-Plättchen umdreht und damit die Runde beendet, verliert alles – außer Schätze, falls davon noch etwas da ist. Fazit: aufregend, lustig und für Verlierer zum Kreischen ärgerlich. Toll!

>>Lucky Beach von Sophia Wagner, erschienen bei moses. 2 bis 4 Spieler, ab 7 Jahren, ca. 20 Minuten, ca. 13 Euro.

(RP)
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