Finanz-Tipps: Wo Anleger noch gute Zinsen bekommen

Finanz-Tipps: Wo Anleger noch gute Zinsen bekommen

Die derzeit niedrigen Zinsen sind für viele Sparer ein Trauerspiel. Gerade mal 0,25 Prozent gibt es auf manchen Sparbüchern, und auch auf einigen Tagesgeldkonten sind es weniger als 1 Prozent Zinsen. Aber es gibt noch Möglichkeiten, mehr Rendite zu erzielen.

So Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Hier ein Überblick über die aktuell besten Möglichkeiten:

Sparprodukte: Sparbücher bringen kaum Rendite. Anders sieht das aber bei Sparbriefen mit einer längeren Laufzeit aus. "Bei einer Laufzeit von zehn Jahren sind bis zu 3,0 Prozent Zinsen möglich", erklärt der Finanzexperte. Das kann sich lohnen, selbst wenn die Zinsen bald wieder steigen. "Sie sammeln ja jedes Jahr Zinsen", erklärt der Finanzexperte. "Da bauen Sie einen Vorsprung auf." Je länger die Zinsen niedrig bleiben, umso stärker wirke sich das aus.

Lebensversicherung: Wer eine ältere Lebensversicherung im Portfolio hat, sollte sie nicht unbedacht kündigen. "Denn Verträge, die bis 2004 abgeschlossen wurden, können durchaus 3,0 Prozent abwerfen", sagt Nauhauser. "Hier können allerdings auch die Kosten die Rendite schmälern, was besonders für fondsgebundene Versicherungen gilt." Von neuen Verträge hingegen rät Nauhauser ab. Diese seien wegen gesunkener Garantiezinsen, hoher Kosten und fragwürdiger Überschussbeteiligung mit Vorsicht zu genießen.

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Dividenden: Bei Aktien müssen Anleger mit Kursschwankungen leben.
"Wer auf Dividendenpapiere setzt, bekommt allerdings auch regelmäßig Ausschüttungen", erklärt Nauhauser. Je nachdem, welchen Anteil des Gewinns die Unternehmen an die Aktionäre ausschütten, kann das eine beachtliche Rendite sein. "Vier Prozent oder sogar mehr sind durchaus möglich." Allerdings sollten Anleger nicht nur auf einzelne Aktien setzen, sondern ihr Geld auf viele verschiedene streuen oder in günstige ETFs/Fonds investieren.

Anleihen: Zinsen können Anleger auch bei Anleihen einstreichen.
Staatsanleihen von guten Schuldnern wie Deutschland bringen zwar kaum etwas. "Einige Unternehmen bieten aber vier Prozent und mehr", sagt Nauhauser. Doch Vorsicht: "Je höher der Zins, desto höher ist immer auch das Risiko." Deshalb sollten Anleger in diese Produkte besser in günstige Rentenfonds investieren.

Hier geht es zur Infostrecke: Dispozinsen im Überblick

(dpa)
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