Tipps gegen Stress So wird das Leben in der Familie einfacher

Düsseldorf · Immer mehr Menschen leiden an Stress. Besonders Familien sind davon betroffen. Wie Sie Streit vermeiden und entspannter werden, erfahren Sie hier.

Besser Stress umgehen: Tipps für die ganze Familie
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Tipps, wie Sie Stress und Streit in der Familie vermeiden

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Foto: Ute Grabowsky/photothek.net

Unter den guten Vorsätzen für das Jahr 2023 ist der Stressabbau Spitzenreiter. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage hervor, die die Krankenkasse DAK-Gesundheit veröffentlichte. Demnach haben sich rund zwei Drittel (67 Prozent) der insgesamt 1000 Befragten vorgenommen, weniger Stress zu haben. Das seien so viele wie noch nie. Auf dem zweiten Rang liegen mit jeweils 64 Prozent die Wünsche, mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen sowie sich umwelt- und klimafreundlicher zu verhalten.

Familien besonders stressanfällig

Vor allem Familien fühlen sich in der heutigen Zeit besonders gestresst. Berufstätige Eltern leben einen Spagat zwischen Arbeit und Familie – und beides sollte im besten Fall nicht unter dem anderen Leiden. Das führt in vielen Familien zwangsläufig zu Stress und Streit. Das kennt auch Anke Meissner, Heilpraktikerin und Psychotherapeutin aus Düsseldorf. In unserer Infostrecke hat sie zahlreiche Tipps für Paare und Familien zusammengestellt, wie Sie am besten mit Stress umgehen oder ihn sogar ganz vermeiden können.

„Manchmal liegt der Grund für den Stress gar nicht dort, wo sich der Konflikt entlädt“, sagt die Familientherapeutin. „Finden Sie heraus, wo die eigentliche Stressursache liegt und suchen Sie besser dort nach Lösungen“, rät sie. Laut der Therapeutin entsteht Stress häufig dann, wenn Bedürfnisse oft über einen längeren Zeitraum nicht erfüllt werden. „Manchmal werden sie aber nur deshalb nicht erfüllt, weil sie nicht deutlich genug geäußert werden“, sagt sie. Es würde helfen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und sie anderen mitzuteilen. “Umgekehrt ist es aber auch hilfreich, Verständnis für andere zu entwickeln, denn die Personen haben ebenfalls eigene Bedürfnisse. Vielleicht können Sie hier den anderen entgegenkommen?“

Intakte Paarbeziehung wichtig

Kompromissbereitschaft und Verständnis füreinander sind vor allem auch in der Paarbeziehung wichtig. „Kleine Aufmerksamkeiten, anerkennende Worte, zärtliche Gesten, ehrliches Interesse und ein offenes Ohr für den Partner stärken die Beziehung“, sagt Meissner. „Je mehr Sie sich als gutes Team erleben, umso leichter können Sie Probleme bewältigen.“ Vor allem Eltern sollten sich auch Zeit als Paar füreinander nehmen. Wenn die Großeltern weiter entfernt leben biete sich ein Netzwerk mit anderen Eltern in ähnlichen Situationen an. “So können Sie sich gegenseitig entlasten. Auch Babysitter leisten gute Dienste“, rät Meissner.

Wenn die Paarbeziehung intakt ist, sind die Nerven auch stärker für die Erziehung. „Seien Sie als Eltern ein Team! Sprechen Sie miteinander über Familienregeln und mögliche Konsequenzen, suchen Sie gemeinsam nach Lösungen, ziehen Sie an einem Strang. „Kinder brauchen Orientierung und Halt. Wenn Sie sich selbst sicher sind, wo Sie Grenzen setzen möchten und wo Sie dem Kind Freiräume lassen können, dann wird ihr Kind ihre Sicherheit und Entschlossenheit spüren und die Grenzen viel leichter akzeptieren“, rät die Therapeutin.

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