Katze: Egyptian Mau: Athlet mit Mandelaugen

Katze : Egyptian Mau: Athlet mit Mandelaugen

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Die Egyptian Mau oder Ägyptische Mau gilt als sensible, intelligente und sehr menschenbezogene Katze mit hohem Bewegungsdrang und ausgeprägter Spielfreude. Während sie sich ihren Bezugspersonen gegenüber zutraulich und liebenswert zeigt, begegnet sie den meisten Fremden mit Mitsstrauen und Scheu. Hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit hält die Mau den Rekord unter Haus- und Rassekatzen; im Falle einer Flucht oder auf der Jagd erreicht sie Spitzenwerte von bis zu 50 km/h.

Athlet mit Mandelaugen

Die sportliche Höchstleistung der Egyptian Mau wird durch zwei anatomische Besonderheiten begünstigt: Zum einen verfügen die hinteren Extremitäten über deutlich längere Zehen als die vorderen; zum anderen sorgt eine am Bauch sitzende Hautfalte für überdurchschnittliche Körperdehnung. In Verbindung mit ihrem zwar zarten, aber dennoch muskulösen Rumpf werden der Katze dadurch ähnlich raumgreifende Sprünge wie einem Geparden ermöglicht. Im Übrigen gleicht die Mau den Abbildungen und Skulpturen der ägyptischen Hochkultur: Ihre mittelgroßen, spitz zulaufenden Ohren haben einen breiten Ansatz und sind von feinen, eng anliegenden Härchen bedeckt, die oft in aufrecht stehenden Büscheln enden. Die großen, mandelförmigen Augen scheinen stets etwas erstaunt zu blicken und zeigen einen leicht geschwungenen Außenwinkel, der in einer charakteristischen Tabby-Zeichnung endet. Die gerade Nase ist nicht ganz so steil wie bei orientalischen Arten, dafür jedoch deutlich länger als bei vergleichbaren Kurzhaar-Rassen. Das Fell der Katze ist kurz und daher sehr pflegeleicht; sollte aber dennoch ab und an gebürstet werden. Im Gegensatz zu ihrem ansonsten schlanken Körperbau entwickeln unkastrierte Kater mit fortschreitendem Alter eine deutlich ausgeprägte Wangenpartie, so dass männliche Exemplare häufig nur als Jungtiere ausgestellt werden.

Aus der alten in die neue Welt

Neben den Abbessiniern ist die Ägyptische Mau eine der weltweit ältesten Katzenrassen. Wie wissenschaftliche Untersuchungen belegen, besteht eine direkte Verwandtschaft zu den von Grabgemälden bekannten Pharaonenkatzen, denen häufig ebensolche Bestattungsehren zuteil wurden wie ihren Besitzern. Auch der Begriff "Mau" lässt eindeutige Rückschlüsse auf die Herkunft der Tiere zu: Er stammt aus der ägyptischen Sprache und bedeutet nichts anderes als "Katze". Der Grundstein für die gezielte Zucht der Ägyptischen Mau liegt dennoch in den USA. Im Gepäck der aus italienischem Exil emigrierten russischen Großfürstin Natalia Troubetzkoy befanden sich zwei Katzen und ein Kater, aus denen alle Nachfahren der heutigen Rasse hervorgingen.

Kein Einzelgänger

Als äußerst aktives Temperamentsbündel fühlt sich die Ägyptische Mau in einer Wohnung nur wohl, wenn sie dort genügend Kletter-, Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten vorfindet; Gelegenheiten für Freilauf sind bei dieser Katze die bessere Alternative. Besitzer, die ihrer Mau nicht immer oder nur beschränkt Gesellschaft leisten können, sollten ihr unbedingt einen Artgenossen gleicher oder ähnlich veranlagter Rasse zur Seite stellen.

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