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Rund die Hälfte aller Dreifingerfaultiere stirbt angeblich während...? - Wer wird Millionär

Fun-Fact : Woran Dreifingerfaultiere häufig sterben

Faultiere haben bestimmte Grundbedürfnisse: Paarung, Nahrungsaufnahme, Mittagsschlaf oder Toilettengang. Eine dieser Tätigkeiten ist für Dreifingerfaultiere allerdings lebensbedrohlich.

Es gibt Dinge, die müssen Tiere einfach tun. Ohne Essen, Schlaf, Paarung und Toilettengang kommen selbst die behäbigen Faultiere nicht aus. Eine dieser Beschäftigungen ist für die Säuger aber besonders gefährlich.

Faultiere fühlen sich in den Baumkronen des tropischen Regenwaldes am sichersten. Kaum ein Räuber ist in den Sphären unterwegs, in denen sich die behäbigen Baumbewohner den größten Teil ihrer Zeit aufhalten.

Fressen, Schlaf und Paarung, all diesen Tätigkeiten können Faultiere in sicherer Höhe nachgehen. Allein um ihre Notdurft zu verrichten, steigen sie von den Bäumen herab - ein großes Risiko, das viele Tiere mit dem Leben bezahlen. Rund 50 Prozent aller Dreifingerfaultiere sterben, weil sie sich für den Toilettengang auf dem Waldboden bewegen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Auf der Erde sind die langsamen Säuger eine einfache Beute für Raubtiere wie Leoparden und Schlagen.

Doch wieso lassen die Baumbewohner ihre Hinterlassenschaften nicht einfach vom Baum fallen?

Forscher erklären das mit einer biologischen Dreiecksbeziehung zwischen Faultier, einer Algen- und einer besonderen Mottenart.

Dreifingerfaultiere, so heißt es in einer Studie des amerikanischen Biologen Jonathan Pauli, züchten in ihrem Fell eine besondere Algenart, die ihnen einen grünen Schimmer verleiht und in der Höhe vor Greifvögeln tarnt. Damit diese Alge gedeihen kann, braucht sie als Dünger die Ausscheidungen einer bestimmten Motte. Die wiederum legt ihre Eier bevorzugt im Kot der Faultiere ab und lebt in deren Fell.

Steigt das Faultier für seine Notdurft vom Baum herab, haben es die im Fell lebenden Mottenweibchen näher zum Kothaufen ihres Wirtes. Das garantiert dem Dreifingerfaultier eine höhere Mottendichte in seiner Umgebung und damit auch mehr Dünger für seine Tarnung.

Diese Meldung wurde ursprünglich am 22. Mai 2017 veröffentlicht und für die „Wer wird Millionär?“-Sendung aktualisiert.

(th)