Mönchengladbach: Abkühlung für Diensthunde

Wenn’s tierisch heiß ist : Cooles für Spürnasen an Hundstagen

Ganz schön heiß dieser Sommer. Das kann für Polizeihunde belastend sein. Hitzefrei gibt es weder für sie noch für ihre menschlichen Kollegen, dafür aber tierisch gute Abkühlung.

Franz ist ein echter Workaholic. „Arbeit ist für ihn das Größte.“ Das sagt auch sein Kollege Markus Plum. Der muss Franz manchmal regelrecht in seinem Diensteifer stoppen – vor allem in diesem Sommer mit den hohen Temperaturen. Zumal Franz nicht mehr der Jüngste ist. Mit achteinhalb Jahren winkt für ihn schon bald die Rente.

Franz ist ein ausgebildeter Sprengstoffspürhund und Teil der Diensthundestaffel der Mönchengladbacher Polizei. Für ihn ist Hitze genauso belastend wie für seine menschlichen Kollegen. „Natürlich wirkt sich das auch auf die Leistungsfähigkeit aus“, sagt Plum. Weil die Tiere aber so viel Spaß an ihrer Nasenarbeit haben, müssen bei hohen Temperaturen die menschlichen Kollegen dafür sorgen, dass die Vierbeiner öfter eine Pause einlegen und viel Wasser trinken.

Wer immer eine Verbrecherkarriere anstrebt, aufgepasst! So sehen die Zähne von Polizeihund Franz aus. Foto: Markus Plum/Polizei MG

„Nasenarbeit machen alle Diensthunde sehr gerne, aber sie ist bei Hitze wesentlich anstrengender.“ Auch deshalb seien die Ruhephasen extrem wichtig. Bei Durchsuchungen, bei denen die Hunde auf Schnüffel-Tour gehen, ist das kein Problem. Da läuft nichts weg. Aber es gibt auch andere Fälle, bei der die wohlverdiente Rast warten muss. Zum Beispiel, wenn es darum geht einen Täter zu stellen. „Da gibt es für Franz sowieso kein Halten mehr. Da ruht er nicht eher, bis er ihn hat“, sagt sein Herrchen. Die Tiere seien ernsthaft bei der Sache und hochmotiviert. Dafür gebe es nach getaner Arbeit eine ausreichende Ruhephase. „Die Hunde suchen sich dann schon von selbst schattige Plätzchen, am liebsten auf kalten Fliesen“, sagt der Diensthundeführer.

Wie bei Menschen reagieren auch Polizeihunde unterschiedlich auf hohe Temperaturen. „Das hängt auch mit dem Alter, der Felldichte und auch mit dem Training zusammen“, erklärt Markus Plum. Franz ist ein deutscher Schäferhund mit schwarzem Fell. Er ist zwar nicht mehr ganz jung, aber dafür durchtrainiert. Fast jeden Tag geht das Team „Franz und Markus“ joggen.

Trotzdem: Die einjährige Auszubildende Cleo, ein holländisches Schäferhund-Mädchen, steckt die Hitze weitaus besser weg. Bis zu ihrem ersten ernsten Arbeitseinsatz muss sie dennoch ein bisschen warten und viel lernen. Cleo wird irgendwann Plums neue Kollegin. Sie wird Franz ablösen, der aber in der Freizeit weiterhin an der Seite seines Herrchens bleibt.

Wasser und Spielzeug – das ist noch schöner. Foto: Markus Plum/Polizei MG

Beide Polizeihunde lieben das Wasser. Deshalb hat Markus Plum noch besondere Abkühl-Alternativen für seine Tiere. Beide Hunde dürfen auch mal in einen Pool springen, wenn es denn einen gibt, in dem Hunde erlaubt sind. Das passiert aber – zum Beispiel im letzten Urlaub. „Zur Not reicht aber auch ein Babyplaschbecken oder der Gartenschlauch oder auch mal die Gießkanne“, sagt der Diensthundeführer. Franz und Cleo haben an allem Spaß. Aus dem großen Pool war die junge Cleo bei ihrem letzten Abkühltermin gar nicht mehr herauszubekommen. „Sie drehte eine Runde nach der anderen – wie ein richtiger Schwimmer“, berichtet Plum und muss in der Erinnerung daran lachen. Und dann gibt es da noch diese speziellen Sommer-Leckerchen für Hunde. „Ja, ein Leberwurst-Eis hat Franz auch schon einmal bekommen“, berichtet sein Herrchen. Ob’s dem Hund geschmeckt hat? „Und wie.“