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Spanien: Fast 900 Rinder werden nach Irrfahrt auf Mittelmeer getötet

Anordnung von spanischen Behörden : Fast 900 Rinder werden nach Irrfahrt auf Mittelmeer getötet

Im Dezember sollten 900 Rinder von Spanien in die Türkei exportiert werden. Doch die Türkei nahm die Ladung nicht an. Ganze zwei Monate schipperte das Schiff mit den Tieren an Bord durch das Mittelmeer. Jetzt müssen die Tiere getötet werden.

Die spanischen Behörden haben nach einer zweimonatigen Odyssee auf dem Mittelmeer die Tötung von 895 Rindern angeordnet. Nach Angaben vom Sonntag legte der Frachter „Karim Allah“ am Donnerstag in Cartagena an, von wo er am 18. Dezember zum Export der Rinder in die Türkei aufgebrochen war. Die türkischen Hafenbehörden ließen die Rinder aber nicht an Land; Berichten zufolge aus Mutmaßungen über ihren Gesundheitszustand. Ein zweiter Versuch, die Rinder nach Libyen zu liefern, scheiterte, so dass der Frachter nach Cartagena zurückkehrte.

In Cartagena habe eine tierärztlich Inspektion ergeben, dass die Rinder nicht mehr transportfähig seien und auch nicht nach Spanien zurück dürften. Sie müssten getötet werden, teilten die spanischen Behörden mit.

Tierschützer beklagten das Schicksal der Tiere. „Das ist ein weiterer Weckruf, dringend den Lebend-Export (von Tieren) zu beenden“, erklärte die Brüsseler Eurogroup for Animals.

(mja/dpa)