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Buchtipp: Tierpsychologin erklärt die Katzen-WG

Buchtipp: Tierpsychologin erklärt die Katzen-WG

Viele Katzen sind Einzelgänger, manche fühlen sich in einem Mehrkatzen-Haushalt wohl. Doch wie klappt es mit der Katzen-WG? Ein neues Buch gibt Tipps.

<p>Viele Katzen sind Einzelgänger, manche fühlen sich in einem Mehrkatzen-Haushalt wohl. Doch wie klappt es mit der Katzen-WG? Ein neues Buch gibt Tipps.

Foto: Okssi / Shutterstock.com

Lange wurden Katzen als einzelgängerisch angesehen. Und ja, sie jagen solitär. Das ist ein wichtiger, ein nicht zu unterschätzender Faktor zur Beurteilung ihres Wesens. Ja, Katzen sind Einzelgänger. Das kann jeder bestätigen, der schon einmal versucht hat, Tiere miteinander zu vergesellschaften, die sich nicht vergesellschaften lassen wollten. Tatsächlich gibt es immer Samtpfoten, die nicht teilen wollen: Nicht ihren Menschen, nicht ihr Revier, nicht ihr Futter. Das sollten Katzenhalter akzeptieren. Und respektieren. Denn sein Tier zu lieben, bedeutet auch, es seinen Ansprüchen gemäß zu halten.

Ja, und es gibt sie, die sozialen Samtpfoten, die gut mit anderen Artgenossen zurecht kommen. Die den Körperkontakt lieben, gemeinsam auf Abenteuer gehen, miteinander spielen und alles teilen. Was aber nicht heißt, dass sie jede andere Katze akzeptieren, sondern vielleicht nur diese eine oder diese anderen Mitkatzen. Es gibt Freundschaften, Duldungen, die große Liebe und alle Abstufungen dazwischen - unabhängig von Wesen, Alter und Geschlecht, von Verwandtschaft oder Rasse.

Schon allein deshalb ist es nicht nur falsch, sondern auch gefährlich, Pauschalurteile zu fällen. Jede ist ein Individuum und sollte als solches betrachetet werden. Katzen sind weder generell einzelgängerisch noch generell Gruppentiere. Das unterscheidet sie von Hunden, Pferden, Kühen als Rudelwesen oder Herdentieren.

Warum sind manche Katzen freundlich im Umgang mit Artgenossen und andere nicht? Wie viele Katzen vertragen sich und können zusammen leben? Woran erkennt man, ob eine Katze Artgenossen mag? Wer passt zu wem und wie findet man das passende Partnertier?

In ihrem Buch "Katzen-WG – Mehrkatzenhaushalt (k)ein Problem" gibt die Wuppertaler Journalistin und Tierpsychologin Gabriele Müller von den Vierpfotenprofis Antworten auf diese Fragen. "Das Sozialverhalten der Katzen ist komplex", erklärt Müller. "Nicht eine Katze tickt wie die andere. Richtig ist nur, dass Katzen keine geborenen Rudeltiere sind. Sie können sozial sein, müssen es aber nicht." Daraus entstehen im Alltag viele Probleme und schnell hängt auch bei den Haltern der Haussegen schief. Denn wenn die Tiere miteinander Probleme haben, belastet das auch ihre Menschen.

Wie zwei Katzen richtig vergesellschaftet werden und wie viele Tiere sich vertragen, welche Rassen rudeltauglich sind oder welche Spielregeln im täglichen Zusammenleben zu beachten sind, darüber klärt die Tierpsychologin in ihrem neuen Ratgeber auf. Auch um das Thema Animal Hoarding geht es, also um das krankhafte Sammeln von Tieren. "Die Grenze zwischen dem Wunsch zu helfen und der Sucht, Tiere zu sammeln, ist oft fließend", sagt Müller. "Aber kann es wirklich lebenswert und artgerecht sein, wenn sich 20 Tiere eine Wohnung teilen sollen?"

Nach "Miau – Katzensprache richtig deuten", "Katzenspiele" und "Warum tut sie das" ist "Katzen-WG" der vierte Ratgeber zum Thema Samtpfoten von Gabriele Müller. Alle sind erschienen in der Reihe "Happy Cats" des Verlages MüllerRüschlikon und für 9,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Katzen-WG
Quelle: MüllerRüschlikon