Silvester 2017: Mit diesen Tipps übersteht Ihr Hund das Feuerwerk

Silvester: Mit diesen drei Tipps übersteht Ihr Hund das Feuerwerk

Viele Hunde reagieren empfindlich auf die Knallerei an Silvester, manche verkriechen sich. Eine Hundetrainerin erklärt, warum der Mensch den Vierbeiner gerade dann nicht trösten sollte - und wie man ihm stattdessen helfen kann.

Helles Feuerwerk und explodierende Böller: Für viele Hunde bedeutet der Jahreswechsel Stress, ihnen macht die Knallerei Angst. Hundetrainerin Kirstin Müller sagt, was der Mensch dagegen tun kann. Sie leitet die Mobile Hundeschule Müller in Wegberg im Kreis Heinsberg.

Grundsätzlich sei es nicht gut, wenn der Hund weglaufe, sobald er Angst hat. "Er sollte ein Grundvertrauen zu Ihnen haben und Schutz bei Ihnen suchen", sagt Müller. Fehle dieses Grundvertrauen, könne es aufgebaut werden - langfristig. Kurzfristig, innerhalb weniger Tage, sei das allerdings nicht möglich.

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Aus demselben Grund bringe es auch nichts mehr, jetzt noch mit einer Geräusche-CD zu arbeiten. "Es braucht Zeit, einen Hund damit an Böller- oder Raketengeräusche zu gewöhnen", sagt die Hundetrainerin. Damit fange man am besten Wochen oder sogar Monate vor Silvester an. "Je früher Sie damit beginnen, umso besser ist das Ergebnis."

Schließlich hält die Hundetrainerin auch nichts davon, einen ängstlichen Hund mit einem Knochen oder einem Leckerli vom Silvesterfeuerwerk abzulenken. Wenn es draußen knalle, werde er das Futter gar nicht beachten, sagt Müller. "Im schlimmsten Fall fühlt sich ein Hund noch belohnt, wenn er sich aus Angst verkrochen hat und Sie ihm ein Leckerli geben."

Kirstin Müller leitet die Mobile Hundeschule Müller in Wegberg (Archiv). Foto: Kirstin Müller
(wer)