Mit dem Hund in den Urlaub, was soll man beachten?

Tierisch verreisen : Mit dem Hund in den Urlaub

Hunde sind am glücklichsten, wenn sie mit ihrem Frauchen oder Herrchen zusammen sind. Wenn es möglich ist, sollten die Tiere daher mit auf Reisen gehen.

Ob Eifel, Nordsee oder Alpen – bei der Urlaubsplanung wählen Hundebesitzer ein leicht erreichbares Reiseziel mit angenehmem Klima. Da stundenlange Flüge das Heimtier stark stressen können, eignen sich am besten Urlaubsorte, die gut mit dem Auto zu erreichen sind. Am größten ist der Ferienspaß dort, wo Mensch und Tier viel Zeit in der Natur verbringen können. Besonders beliebt sind daher Urlaube auf dem Campingplatz oder in Ferienwohnungen mit Garten oder am Strand. Wer sich für ein Hotel oder eine Pension entscheidet, sollte vor der Buchung unbedingt klären, ob Hunde willkommen sind und welche Leistungen die Unterkunft für Tiere bietet.

Hunde genießen es, Löcher in den Sand zu buddeln und sich den Wind um die Schnauze wehen zu lassen. Daher reisen viele Urlauber mit Hund am liebsten an die Küste. Laut Angaben des Ferienwohnungsportals BestFewo sind Ostseeinseln wie Rügen, Usedom und Fehmarn besonders beliebt, aber auch Nordseeregionen wie Ostfriesland sind gefragt. „Die Sommerferien sind dabei ein beliebter Reisezeitraum“, weiß Carsten Gersdorf, Gründer und Geschäftsführer von BestFewo.de. „Rund 40 Prozent aller mit Hund vermittelten Übernachtungen bei BestFewo geschehen in den Sommerferien, jede zweite Urlaubsreise erfolgt mit Kind.“

Wer lieber Wandern geht oder mit dem Hund durch die Wälder streifen möchte, fährt in den Harz, den Schwarzwald oder in den Bayerischen Wald. „Durchschnittlich investieren BestFewo-Urlauber in eine hundefreundliche Unterkunft über eine Woche 668 Euro“, betont Gersdorf. Sie verweilen rund 7,4 Tage und setzen bei der Buchung auf Planungssicherheit. „Mit dem Hund wird der Sommerurlaub 159 Tage vor Reiseantritt gebucht. Hundebesitzern sind Ausstattungsmerkmale wie W-Lan, Terrasse, ein umzäunter Garten und Fahrradverleih besonders wichtig.“

Ob Wandern im Sauerland, Kanutour auf der Spree oder Bergsteigen in den Alpen – wer nicht allein mit dem Vierbeiner verreisen möchte, findet ein großes Angebot an Gruppenreisen mit dem Hund. „Die Gruppen sind übersichtlich und bestehen meist aus acht bis zwölf Menschen mit jeweils einem Hund“, sagt Nadja Hoffmann vom Reiseanbieter ­travel4dogs. Interessierte sollten gut zu Fuß sein, denn auf Gruppenreisen wird zumeist gewandert.

Neben einer guten Kondition ist auch der Gehorsam des Vierbeiners wichtig. „Nur so können die Wanderungen und Touren entspannt verlaufen“, betont Hoffmann. Zudem sollte der Hund sozial verträglich sein – sowohl Artgenossen als auch Menschen gegenüber. Interessierte können im Vorfeld in der eigenen Umgebung an einer Tageswanderung teilnehmen und so herausfinden, ob Gruppenreisen für sie geeignet sind.

Herrchen sollten für den Vierbeiner eine eigene Reisetasche packen. Ins Gepäck gehören Leine und Halsband, die mit Namenskarte inklusive Heimat- und Urlaubsadresse sowie der Handynummer des Besitzers gekennzeichnet sind. Wichtig für das Gassi gehen während der Reise sind Plastiktüten, Papier und gegebenenfalls eine kleine Schaufel. Experten des Industrieverband Heimtierbedarf raten insbesondere bei Reisen ins Ausland dazu, das Hundefutter für den gesamten Urlaub mitzunehmen. Darüber hinaus sind Leckerlis, Fress- und Trink­napf sowie sicherheitshalber ein Dosenöffner und Löffel einzupacken.

Damit im Urlaub keine Langeweile aufkommt, darf das Lieblingsspielzeug mit. Außerdem schlafen viele Hunde im eigenen Hundekorb oder auf ihrer Decke am besten. Für die Pflege sind Bürste, Kamm, Floh- und Zeckenhalsband einzupacken. Hilfreich sind auch Augen- und Ohrentropfen sowie eine kleine Reiseapotheke, die auf die Bedürfnisse des Vierbeiners abgestimmt ist. Nicht vergessen sollte man den EU-Heimtierausweis, die Versicherungsnummer der Haftpflichtversicherung und – je nach Reiseziel – weitere Grenzpapiere. Bei Auslandsreisen sollten sich Urlauber frühzeitig über die Einreisebestimmungen informieren. Tipp: Damit Herrchen im Abreisetrubel nichts vergessen, sollten sie eine Checkliste beim Packen der Tasche abhaken.

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