Was eine Fee vom Mikroplastikverbot hält Das Glitzerverbot kommt

Brüssel · Glitzer ist nicht nur für die Make Up Industrie von großem Wert, sondern auch für andere Lebensbereiche. Was würde wohl eine Fee zu dem Glitzerverbot sagen?

  Ein Teilnehmer lässt sich beim Christopher Street Day (CSD) Glitzer auftragen (Symbolbild).

Ein Teilnehmer lässt sich beim Christopher Street Day (CSD) Glitzer auftragen (Symbolbild).

Foto: dpa/Christoph Soeder

Mikroplastik ist schädlich für die Umwelt. Deshalb sind einige Produkte damit nun verboten. Das betrifft auch bestimmten Glitzer. Doch was würden wohl Glitzer-Fachleute wie Feen dazu sagen?

Man kennt es aus Filmen oder Büchern: Wenn Feen Wünsche erfüllen, fliegt oft glitzernder Feenstaub durch die Luft. Um solchen herumschwirrenden Glitter geht es gerade auch im echten Leben: Denn Politiker aus Europa haben ihn verboten. Wir haben uns gefragt: Was würde wohl eine Fee davon halten? Wir haben uns ein paar Antworten überlegt.

Sie sind als Fee absolute Glitzer-Expertin. Wie haben Sie von dem Verbot erfahren?

Fee: „So wie viele Menschen auch: über Tiktok und Instagram. Ich war zuerst erschüttert. Schließlich geht es da um losen Glitzer. Das ist genau mein Ding! Viele andere Feen schrieben online, dass damit all unsere Magie kaputt gemacht wird. Menschen haben es meist nicht so mit Magie. Sie machen sich wohl eher Sorgen, im Nagelstudio oder in Karnevalsschminke auf Glitzer verzichten zu müssen.“

Das Verbot betrifft nur bestimmten Glitzer. Verraten Sie uns, wie Sie ihn herstellen?

Fee: „Gerne, da bin ich ziemlich stolz drauf. Denn um Glitzer herzustellen, ist Wissen in Chemie gefragt. Das traut man uns Feen oft nicht zu. Das Zauberwort für meinen Glitzer lautet: synthetische Polymere. Man kann einfach sagen Plastik. Genau darum geht es: Solches Mikroplastik ist nun verboten. Gemeint sind die Plastik-Teilchen in meinem Glitter, die kleiner als fünf Millimeter sind. Übrigens: Ist Glitzer Bestandteil eines Produkts und löst sich nicht ab, ist er weiterhin erlaubt. Aber mein Glitzerstaub fliegt dummerweise überall herum.“

Umweltschützer finden das Verbot genau deshalb gut.

Fee: „So sehr ich meinen Glitzer liebe: Sobald er sich in der Umwelt verteilt, schadet das. Die kleinen Plastik-Teilchen gelangen in die Böden oder ins Wasser. Dort nehmen auch Fische das Plastik auf. Essen Menschen den Fisch, gelangt das Plastik sogar in ihren Körper. Glitzer und andere Produkte mit Mikroplastik nun zu verbieten, soll Mikroplastik in der Umwelt verringern.“

Aber wie geht es mit Ihnen weiter?

Fee: „Ich war nicht faul und habe nach Alternativen gesucht. So habe ich herausgefunden: Man kann es auch ohne Mikroplastik glitzern lassen. Dazu haben Fachleute schon verschiedene Stoffe und Möglichkeiten getestet. Ich selbst probiere nun aus, ob diese Möglichkeiten mit meiner Magie zusammenpassen. Denn das ist klar: Magie bleibt die Hauptzutat jedes Feen-Glitzers.“

(esch/dpa)
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