Klimaschutz weniger wichtig Das sind die guten Vorsätze für 2024

Hamburg · Neues Jahr, neues Glück: Zum Jahreswechsel gibt es lauter gute Vorsätze, an die man sich halten. Welche Vorsätze die meisten Menschen für 2024 zeigt eine Umfrage der DAK.

 Teilnehmer der Demonstration von Fridays for Future halten ein Transparent mit der Aufschrift ·Haltet euch an die Klimaziele (Symbolbild).

Teilnehmer der Demonstration von Fridays for Future halten ein Transparent mit der Aufschrift ·Haltet euch an die Klimaziele (Symbolbild).

Foto: dpa/Monika Skolimowska

Möglichst viel mit Familie und Freunden zusammen sein, das wünschen sich einer Umfrage zufolge fast zwei Drittel der Deutschen. Im neuen Jahr wollen sie sich auch mehr bewegen und gesünder essen. Stark an Bedeutung verliert bei den Vorsätzen klimafreundliches Verhalten.

Mehr Zeit für Familie und Freunde

Laut einer Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit ist das der beliebteste Vorsatz für 2024. 65 Prozent der vom Institut Forsa Befragten nannten dieses Ziel. Unter dem Eindruck aktueller Krisen sei der Wunsch nach gemeinsamer Zeit mit nahestehenden Menschen besonders bei den Jüngeren ausgeprägt, hieß es von der Krankenkasse. 71 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sowie 70 Prozent der 30- bis 44-Jährigen fassten demnach diesen Vorsatz.

Stress reduzieren

Auf Rang zwei folgt das Ziel, Stress zu vermeiden und abzubauen (62 Prozent), auf Rang drei, sich mehr zu bewegen und Sport treiben (57 Prozent). An vierter Stelle steht der Vorsatz, sich gesünder zu ernähren (53 Prozent). Erst danach folgt mit 51 Prozent die Absicht, sich im nächsten Jahr umwelt- und klimafreundlicher verhalten zu wollen. Im Vorjahr hatten noch 64 Prozent diesen Vorsatz genannt.

Klimaschutz weniger wichtig als im Vorjahr

Mit 13 Prozentpunkten sei der Rückgang so hoch wie bei keinem anderen Bereich, erklärte die Krankenkasse. „Insbesondere bei den jungen Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren hat der Klimaschutz an Bedeutung verloren“, hieß es. Nach 80 Prozent im Vorjahr hätten jetzt nur noch 52 Prozent der jungen Befragten angegeben, sie hätten sich klimafreundliches Verhalten als Ziel gesetzt.

Die Klimabewegung Fridays for Future hatte nach eigenen Angaben in diesem Jahr am 15. September deutschlandweit etwa 250 000 Menschen auf die Straße gebracht. Beim sogenannten globalen Klimastreik im März hatten die Aktivisten die Gesamtzahl mit rund 220 000 angegeben. Zur Hochzeit von Fridays for Future, im September 2019, waren allein in Berlin weit über 200 000 Menschen auf der Straße, und weit über eine Million bundesweit.

Weitere beliebte Vorsätze sind laut DAK-Umfrage, sich mehr Zeit für sich selbst nehmen (49 Prozent), sparsamer zu sein (36 Prozent) sowie weniger Fleisch zu essen und abzunehmen (jeweils 31 Prozent). Seltener genannt werden die Absicht, Handy und Computer weniger zu nutzen (28 Prozent), weniger Alkohol zu trinken (19 Prozent) und weniger fernzusehen (18 Prozent).

(esch/dpa)
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