So geht Fondue - Tipps von einem Schweizer

Silvester: So geht Fondue — Tipps von einem Schweizer

Fondue ist in vielen Familien der Klassiker am Silvesterabend. Doch machen wir Deutschen das eigentlich richtig? Hier erklärt uns ein Schweizer, wie die Profis Fondue machen. Gute Unterhaltung und guten Appetit!

So, liebe Fleisch-ist-mein-Gemüse-Freunde vom Rhein. Raclette war nur das Vorspiel. Jetzt gehts ans Fondue. Etwas für die Meisterklasse.

Beim Raclette war ich strikt. Kein Fleisch als Beilage! Der Käse genügt sich selbst. Beim Fondue gibt es zwei anerkannte Ausnahmen, die aber nichts mehr mit geschmolzenem Käse zu tun haben: Das Fondue chinoise und das Fondue bourguignonne. Beim ersten tunkt man sehr dünn geschnittenes Fleisch in heisse Bouillion (Kraftbrühe). Beim zweiten tunkt man weniger dünn geschnittenes Fleisch in heisses Öl. Die Bourguignonne-Variante hat im Zug des Magerästhetik-Wahns sehr an Boden verloren.

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Jetzt aber zum richtigen Fondue, dem aus Käse. Kenner aller Asterix-Bände wissen sofort, dass es hier nicht friedlich zugeht. In "Asterix bei den Schweizern" droht eine schwere Strafe, wer sein Brotstück beim Rotieren im Käse wegen Zentrifugalkräften verliert: Mit Gewichten an den Füßen in den Genfersee! Die meisten Schweizer sind aber nicht so mafiamässig brutal. Verliert hier jemand sein Brotstück, muss er die hässliche Cousine küssen oder eine Woche nach Hoyerswerda in die Ferien.

Wie macht man ein richtiges Fondue?

(lukra)
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