Nährwerte, Klimabilanz, Rezept Fleisch oder Pflanzlich? Was für Veggie-Burger spricht

Berlin/Bonn- · Veggie-Burger sind richtig beliebt. Nicht nur bei überzeugten Vegetariern und Veganern. Wir nennen gute Gründe für die pflanzliche Alternative und zeigen, wie Sie leckere Burger aus Soja, Seitan und Co. zubereiten.

Veggie-Burger sind lecker.

Veggie-Burger sind lecker.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • Pflanzliche Patties haben hochwertige Proteine und im Schnitt weniger gesättigte Fettsäuren als tierische Patties.
  • Sie sind so gut wie cholesterinfrei.
  • Sie enthalten Ballaststoffe.

Woraus bestehen Veggie-Patties?

Die pflanzliche Patty-Variante lädt zum Experimentieren ein.

Die pflanzliche Patty-Variante lädt zum Experimentieren ein.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • aus Hülsenfrüchten, vor allem der Sojabohne, aber auch anderen Bohnen, Kichererbsen oder Lupinen
  • aus Getreide, etwa Grünkern oder Hirse, die beide eine gute Konsistenz haben, oder auch aus Seitan aus Weizeneiweiß
  • aus Gemüse wie Roter Bete, Kohlrabi oder Aubergine
  • aus Samen, zum Beispiel Sonnenblumenkernen
  • Tomatenmark
  • Haferflocken
  • Seitanpulver
  • gemahlene Leinsamen oder Flohsamenschalen
  • Sojamehl

Kidneybohnen-Burger mit Rote-Bete-Mayo

Auch beim Belegen gilt: Richtig ist, was schmeckt.

Auch beim Belegen gilt: Richtig ist, was schmeckt.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • 1 Dose Kidneybohnen (400 g)
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • ½ TL Paprikapulver, geräuchert
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Messerspitze gemahlener Zimt
  • 1 gewürfelte Zwiebel
  • 80 g Haferflocken
  • 4 EL Sojasauce (Sorte: Tamari)
  • 1 EL Hefeflocken
  • 5 bis 7 EL Semmelbrösel
  • 3 EL WeizenmehlZubereitung:
  • Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Kidneybohnen kurz in einem Sieb abwaschen und gut abtropfen lassen.
  • Anschließend in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab grob pürieren, sodass die Bohnen noch etwas stückig sind.
  • Zwiebelwürfel in einer Pfanne mit 2 EL Öl glasig andünsten. Zusammen mit allen restlichen Zutaten zu den Kidneybohnen geben und gut vermischen.
  • Mit angefeuchteten Händen 4 bis 5 Patties formen und auf ein Backblech mit Backpapier geben. Sollte die Masse zu feucht sein, noch etwas Semmelbrösel dazugeben.
  • Die Patties im vorgeheizten Ofen 8 bis 10 Minuten backen, danach kurz abkühlen lassen.
  • Eine beschichtete Pfanne mit 3 bis 4 EL Rapsöl auf höchster Stufe erhitzen. Auf die mittlere Stufe herunterschalten und die Patties 2 bis 3 Minuten von beiden Seiten anbraten, bis sie eine gleichmäßige Bräunung haben.
  • 40 ml Sojamilch (wichtig: ungesüßt)
  • 120 ml Rapsöl
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 kleine Rote Bete, gekocht und sehr fein gewürfelt
  • 2 TL Senf, mittelscharf
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • Sojamilch, Senf, etwas Salz und Zitronensaft mit dem Pürierstab vermengen.
  • Das Rapsöl langsam dazugeben und alles weiter pürieren, bis eine Mayonnaise-artige Konsistenz entsteht.
  • Sobald die Mayo die gewünschte Festigkeit hat, die Rote Bete dazugeben und alles nochmals fein mixen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sind Veggie-Burger besser fürs Klima?

  • Bratling/Veggieburger/Patty auf Sojabasis: 1,1
  • Bratling/Veggieburger/Patty auf Erbsenbasis: 1,8
  • Rinder-Patty/-Bratling/tiefgekühlt: 9,0
Fans von Veggie-Burgern kreieren immer wieder neue Rezepte.

Fans von Veggie-Burgern kreieren immer wieder neue Rezepte.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Wie kann ich mich umweltfreundlich ernähren?

  • Besser auf verpackte Produkte verzichten und selber kochen. Möglichst wenig hochverarbeitete Lebensmittel kaufen. Am besten mit frischen Zutaten selber kochen. Die Expertin weiß aber auch: „Manchmal sind Fertigprodukte einfach praktischer, alles andere ist realitätsfremd. Da muss man sehen: Was gibt das Leben her?“
  • Für die Zutaten saisonal einkaufen - und vor allem Produkte aus der Region, etwa Rote Bete aus dem Umland. Das stärkt die regionale Landwirtschaft. „Wenn auf dem Land Rote Bete angepflanzt wird, steht dort schon mal keine neue Lagerhalle“, sagt Klein.
  • Die eigenen Fahrtkosten im Blick haben. „Jedes noch so toll produzierte Produkt geht von der Bilanz in den Keller, wenn es mit dem SUV ein ganzes Stück weit weg eingekauft wird“, so Klein.
  • Möglichst unverpackte Produkte einkaufen.
  • So einkaufen, dass nichts übrig bleibt, und Lebensmittel erst wegwerfen, wenn sie wirklich schlecht sind. „Vierzig Prozent des Einkaufs eines Haushalts landen im Müll“, sgat Klein. Wer darauf achtet, dass nicht viele Reste bleiben, tut schon viel für Klima und Umwelt. Auch bei einem abgelaufenen Haltbarkeitsdatum sollte man prüfen, ob das Produkt wirklich schlecht ist.
(dpa)
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