die ideale Trinktemperatur von Rotwein

Auch Rotwein muss in den Kühlschrank

Die richtige Trinktemperatur von Rotwein ist ein heikles Thema. Zu warm riecht er stark und verdirbt dadurch das Geschmackserlebnis. Kommt er zu kalt ins Glas, entfalten sich seine Aromen nicht.

Lange Zeit galt die These: "Rotwein schmeckt am besten bei Zimmertemperatur." Da diese Faustregel allerdings aus einer Zeit stammt, in der Räume noch deutlich weniger geheizt wurden als heute, ist sie längst überholt. Je nachdem, welche Art von Rotwein Sie servieren, liegt die ideale Trinktemperatur zwischen 15 und 18 Grad Celsius. Bei fruchtigen Rotweinen können es auch rund 13 Grad Celsius sein.

Deshalb gilt: Auch Rotwein muss vor dem Servieren in den Kühlschrank. Meist reicht es schon, wenn Sie ihn für eine halbe Stunde hineinlegen. Der genaue Zeitraum variiert je nach Ihrer individuellen Zimmer- und Kühlschranktemperatur. Sie müssen also selbst Erfahrungswerte sammeln. Hierbei hilft Ihnen ein Weinthermometer. Eher abzuraten ist von einem Manschetten-Thermometer, das um den Flaschenhals gelegt wird. Es misst nämlich nicht die Temperatur des Weines, sondern die der Flasche. Wählen Sie lieber ein einfaches Weinthermometer, das Sie ins Weinglas halten.

Muss es besonders schnell gehen, darf der gute Tropfen sogar für zehn Minuten ins Gefrierfach. Ist der Wein dann immer noch zu warm, aber das Essen steht bereits auf dem Tisch, können Sie ihn noch während des Essens mit Hilfe einer Kältemanschette oder einem Eiskübel kühlen.

Und wenn der Wein dann doch zu kalt ist?

Ist die Temperatur des Rotweins zu niedrig, müssen Sie ihn vorsichtig aufwärmen. "Chambrieren" heißt das in der Fachsprache. Geht es nur um einen minimalen Temperaturunterschied, können Sie einfach Ihre Hände ans Glas legen. Braucht der Wein mehr Wärme, baden Sie ihn in 30 Grad Celsius warmem Wasser. So erwärmt sich der Wein in 15 Minuten ungefähr um vier Grad.

Diese Weine können wir Ihnen empfehlen: 2011 "Sablet", Côtes du Rhône Villages, Stehelin und 2012 Blaufränkisch, Weingut Strehn, Deutschkreutz

Mehr von RP ONLINE