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Brautfrisur - Udo Walz gibt Styling-Tipps im Interview

Interview mit Udo Walz : Brautfrisur - Styling mit dem gewissen Etwas

Klassische Hochsteckfrisur, offene Lockenpracht, fabelhafte Flechtfrisur oder eleganter Dutt – Brautfrisuren gibt es viele. Doch zu welchem Typ Frau passt welche? Star-Friseur Udo Walz gibt Tipps zur richtigen Wahl, spricht über Trends und erklärt, worauf es beim Braut-Styling ankommt.

Klassische Hochsteckfrisur, offene Lockenpracht, fabelhafte Flechtfrisur oder eleganter Dutt — Brautfrisuren gibt es viele. Doch zu welchem Typ Frau passt welche? Star-Friseur Udo Walz gibt Tipps zur richtigen Wahl, spricht über Trends und erklärt, worauf es beim Braut-Styling ankommt.

Was empfehlen Sie der Braut als Vorbereitung für das perfekte Braut-Styling? Was sollte sie tun und was sollte sie in jedem Fall lassen?

Udo Walz: Ich rate der zukünftigen Braut, den Friseur ihres Vertrauens aufzusuchen. Auch Empfehlungen von Freunden können hilfreich sein. Der erste Termin sollte rechtzeitig, also vier bis fünf Wochen vor der Hochzeit stattfinden. So können Frisure und gegebenenfalls auch Make-up in aller Ruhe besprochen und probiert werden. Wenn das Brautkleid bereits zur Verfügung steht, sollte die Braut es entweder zum Termin mitnehmen oder ein gutes Foto bereit halten. Ich warne ausdrücklich davor, die Farbe oder Strähnchen selbst aufzutragen oder die Haare womöglich selbst zu schneiden. Schließlich soll der schönste Tag im Leben nicht zu einer Katastrophe werden.

Welche Brautfrisur liegt im Trend? Unterliegen Brautfrisuren überhaupt den wechselnden Frisurentrends, die in diesem Jahr ja sehr natürliche Schnitte und Farben beschreiben?

Walz: Dem angesagten Trend würde ich nicht unbedingt folgen. Viele Trends passen nicht zu jedem Typ. Deshalb ist es sinnvoller und schöner, eigene Ideen zu entwickeln — zusammen mit der besten Freundin und dem Friseur. Zahlreiche Magazine liefern Inspiration. Wichtig ist vor allem, dass der Hochzeitslook zur Braut und ihrem Kleid passt.

Wie kann eine Braut sich angenehm hervorheben, ohne "überstylt" zu wirken?

Walz: Sie sollte sich genau überlegen, was sie wirklich hervorheben will: das Make-up, die Frisur, den Schmuck oder das Brautkleid. In jedem Fall müssen alle Komponenten miteinander harmonieren. Soll das Brautkleid hervorstechen, rate ich zu dezentem Make-up und dezenter Frisur. Das ist immer die beste Lösung.

Gibt es einen Klassiker unter den Brautfrisuren, den man vielleicht sogar trendgerecht umarbeiten könnte?

Walz: Der klassische Dutt, der entweder streng oder locker gestylt werden kann. Hinzu kommen Schleier oder Haarschmuck, den man je nach Wunsch einarbeiten kann.

Gibt es eine Brautfrisur, die Sie nicht umsetzen würden?

Walz: Ich finde es für eine Hochzeit ungeeignet, die (langen) Haare offen zu tragen. Das würde ich nicht umsetzen wollen.

Viele Frauen müssen bei ihrem Braut-Styling auf das Budget achten und möchten ihre Frisur selber machen. Welche Frisur würden Sie dafür empfehlen?

Walz: Oh, davon würde ich als Laie die Finger lassen. An die Brautfrisur sollten wirklich nur Fachleute. Geht es darum, Geld zu sparen, gibt es auch sehr gute Auszubildende im dritten Lehrjahr, die sehr kreativ sind und sich zum Beispiel aufs Hochstecken spezialisieren. Das kann man bei einem kleinen Budget in jedem Salon erfragen.

Sind Schleier noch "in"?

Walz: Schleier sind Einstellungssache, stehen sie doch für Unschuld. Ich persönlich finde es in Königs- und Adelshäusern schön und auch angebracht, aber im wirklichen Leben möchte ich das Gesicht der Braut sehen, wenn sie zum Altar geführt werden. Aber das sollte jede Braut selbst entscheiden!

Welche Möglichkeiten haben Frauen mit Kurzhaarfrisuren?

Walz: Auch da gibt es junge, freche oder auch strenge Styling-Möglichkeiten. Das gilt für jedes Alter und ist nicht nur für jüngere Bräute gedacht. Mit Gel oder Wachs kann man sowohl eine strenge Frisur zaubern als auch einen wilden Look kreieren. Frisurmagazine oder der Fachmann können da gute Ideen liefern.

Weitere Tipps für Ihre Hochzeit finden Sie in unserem Hochzeits-Special.

Das Gespräch führte Vera Straub