Brettspiel-Tipps für Zuhause Damit kommt die Familie zusammen an den Tisch

Serie | Düsseldorf · Gesellschaftsspiele sind besonders jetzt der Renner. Doch warum die alte Spielesammlung auspacken, wenn es doch zahlreiche neue, tolle Spiele gibt? Wir stellen sie vor.

 Bei The Key müssen die Spieler richtig kombinieren, um zur Lösung zu kommen.

Bei The Key müssen die Spieler richtig kombinieren, um zur Lösung zu kommen.

Foto: Haba/Christine Götz

Vor allem in der dunklen und etwas ruhigeren Jahreszeit haben Gesellschaftsspiele Hochkonjunktur. Doch jedes Jahr kommen über 1000 Neuheiten auf den Markt und da stellt sich die Frage: Was spielen wir? Wir stellen hier und an den folgenden zwei Sonntagen jeweils drei Neuheiten aus den Kategorien Familienspiele, Kinderspiele und Partyspiele vor. Am Weihnachtswochenende berichten wir dann von Spielen, für die man nur Zettel und Stift braucht. Den Anfang machen die Familienspiele.

The Key – Rätselspaß für Jung und Alt

Der Verlag Haba ist bekannt für Spiele für die Allerjüngsten. Schon Zweijährige werden mit den weithin bekannten gelben Kartons zu Würfel und Brettspielen gebracht. Nicht ganz so bekannt ist die Reihe der Familienspiele aus dem Hause Haba. In dieser Reihe ist auch „The Key“ erschienen. Bei diesem Detektivspiel geht es darum durch logische Folgerungen die richtigen Schlüsse zu ziehen. So müssen beispielsweise Täter, Tatzeit und Tatwaffe zugeordnet werden. Gesucht sind immer drei richtige Kombinationen. Mit Hilfe von Karten können Hinweise gesammelt und für die Lösung kombiniert werden. Das Problem: Jede Karte bringt zwei bis vier Punkte ein, wobei jeder Spieler versucht, so wenig Punkte, wie möglich zu sammeln. Am Ende gewinnt, wer die richtige Kombination findet und dafür die geringste Punktzahl kassiert hat.

 Die mögliche Lösung bei The Key kann ganz einfach überprüft werden.

Die mögliche Lösung bei The Key kann ganz einfach überprüft werden.

Foto: Haba/Christine Götz

Da jede Runde anders ist und nach unterschiedlichen Dingen gesucht wird, ist jeder Fall auch mehrfach spielbar. Damit es thematisch nicht langweilig wird, hat Haba inzwischen fünf Fälle herausgebracht in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. They Key ist für Spieler ab acht Jahren und eine Partie dauert je nach Schwierigkeitsgrad und Können der Mitspieler 15 bis 45 Minuten.

Spaceship Unity – Wenn die Wohnung zum Raumschiff wird

Besonders beliebt sind derzeit kooperative Spiele, bei denen alle gemeinsam gegen einen imaginären Gegner antreten. Spaceship Unity von Pegasus ist so ein Spiel, wobei dies eigentlich nicht als „Brettspiel“ bezeichnet werden darf. Denn bei Spaceship Unity wird die ganze Wohnung zur Spielfläche. Im Vordergrund des Spiels steht die Geschichte, bei der es darum geht Ruhm und Ehre zu ernten. Jeder Spieler wird zum Mitglied der „Interplenaren Allianz“, kurz IPA. Verglichen mit einem klassischen Brettspiel sind die Spieler die Spielfiguren. Unterschiedliche Gegenstände an und in der Wohnung sind Teile eines zu Beginn eher maroden Raumschiffes. Beispielsweise fungieren die Rollos als Schutzschilde oder der Staubsauger wird zum Antrieb.

 Bei Spaceship Unity wird die ganze Wohnung zur Spielfläche.

Bei Spaceship Unity wird die ganze Wohnung zur Spielfläche.

Foto: Pegasus Spiele

Alle Aufgaben, die teilweise einzelne Spieler oder auch Gruppen lösen müssen, werden gegen die Zeit gespielt. Es wird also mitunter laut und hektisch, um am Ende die siegreich aus dem Spiel hervorzugehen. Gedacht ist Spaceship Unity für zwei bis vier Spieler ab zehn Jahren und eine Runde dauert 60 bis 120 Minuten.

Die Tiere vom Ahorntal – unfassbar niedlicher Einstieg in höhere Spielewelten

Was machen Tiere im Frühjahr? Richtig, sie bereiten sich schon jetzt auf den Winter vor. Zumindest ist das das Ziel von „Die Tiere im Ahorntal“ von Board Game Circus. Wer öfters spielt, dürfte dem Begriff „Workerplacement“ schon einmal begegnet sein. Dabei werden vorhandene Spielfiguren auf einzelne Felder gestellt, um dort Ressourcen zu bekommen, Aktionen auszulösen oder andere Mechanismen zu bedienen. Ähnlich geht es auch bei diesem Familienspiel zu, wobei hier auch gewürfelte Würfel platziert werden und so alles für die Winterhöhle gesammelt wird. Und die soll bitteschön besonders schick werden. Schon die Idee und auch die Optik des Spiels faszinieren. Das Spiel ist auch darauf angelegt, dass jeder seine Behausung so gestalten kann, wie er möchte und wie jeder glaubt maximale Punkte herauszuholen. Gleichzeitig sieht alles einfach nur niedlich aus, weil es mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Ein „Ärgern“ der Mitspieler ist nahezu ausgeschlossen und auch Wartezeiten sind deutlich reduziert, weil manche Spielzüge gleichzeitig gemacht werden können.

Die Tiere vom Ahorntal überzeugt auch mit der schönen Optik.

Die Tiere vom Ahorntal überzeugt auch mit der schönen Optik.

Foto: Board Game Circus/Peer Wandiger - Board Game Circus

Die Tiere vom Ahorntal bietet daher einen einfachen Einstieg in diese Art der Spiele. Für absolute Einsteiger und jüngere Kinder ist in der Regel sogar eine verkürzte Variante aufgeführt. Eine normale Runde dauert etwa 45 Minuten und gedacht ist das Spiel für einen bis fünf Spieler ab acht Jahren.

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