Sofort besser fühlen Sechs Gründe, warum Wandern gesund und glücklich macht

Kassel · Beständig bewegen, oft über längere Zeiträume: Das ist typisch fürs Wandern und unterscheidet es von vielen anderen Sportarten. Gerade das eröffnet Körper, Geist und Seele ganz wunderbare Chancen.

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Foto: Sauerland-Tourismus e.V / Klaus-Peter Kappest

Warum wirkt Wandern sofort so herrlich entspannend?

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Foto: RP/Neanderland Tourismus

Warum eignet sich Wandern gut, um gesund und fit zu bleiben?

  • „Aufgrund der moderaten Bewegung ermöglicht Wandern es den meisten Menschen, langsam in eine sportliche Betätigung zu kommen“, sagt Klaus Erber, 1. Vorsitzender beim Deutschen Wanderinstitut.
  • Wandern ist für den Menschen die natürlichste Bewegungsform. Es wirkt präventiv gegen viele Krankheiten und taugt sogar zur Therapie. Das passiert ganz automatisch, sagt Prof. Reer, der Leiter des Arbeitsbereichs Sport- und Bewegungsmedizin an der Uni Hamburg ist.
  • Wandern ist dabei kein Leistungssport, sondern „sanftes und stufenlos verstellbares Ausdauertraining“, wie es beim Deutschen Wanderverband (DWV) in Kassel heißt.
  • Sie übernehmen sich nicht so schnell.
  • Die gleichmäßige Bewegung ist gesund.
  • „Es ist eine wohldosierte Ganzkörperbelastung“, sagt Professor Reer.

Diese sechs Punkte sind besonders zentral

  • Zugspitze (2962 Meter)
  • Hochwanner (2744 Meter)
  • Watzmann-Mittelspitze (2713 Meter)
  • bei Erwachsenen bei 60 bis 80 Schlägen.
  • bei älteren Kindern und Jugendlichen bei 80 bis 100.
  • bei Kleinkindern bei 100 bis 120 Schlägen.
Herbstwandern in den belgische Ardennen
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Foto: WBT/Dominik Ketz
  • Oberschenkel
  • Waden
  • Gesäßmuskulatur (vor allem bei Steigung und Gefälle)
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Foto: dpa-tmn/Florian Sanktjohanser
  • Knochen
  • Sehnen
  • Bänder
  • Gelenke
  • 82,7 Prozent der Wanderer fühlen sich nach einer Wanderung glücklich und zufrieden.
  • 73,8 Prozent fühlen sich immerhin seelisch ausgeglichener.
  • „Man verbraucht sehr viele Kalorien“, sagt DAV-Fachmann Winter. Sie gehen bergauf und bergab, und das ist anstrengend. „Sie müssen Ihren Körper ja gegen die Schwerkraft bewegen.“
  • In der Regel betätigt man sich beim Wandern viel länger als bei anderen Sportarten - und verbrennt allein dadurch in der Praxis oft mehr Kalorien.
  • ausgiebig zu frühstücken.
  • nach etwa zwei Stunden des Unterwegsseins etwas zu essen, etwa eine Banane oder Studentenfutter.

Wie viele Kalorien Sie beim Wandern genau verlieren können

  • Geschlecht
  • Alter
  • Körpergröße
  • Gewicht
  • Länge der Wanderung
  • Höhenmeter
  • Gewicht des Gepäcks

Ab wann sind die positiven Effekte vom Wandern spürbar?

Wie häufig sollten Sie wandern für positive Effekte?

Bei welchen gesundheitlichen Problemen kann Wandern helfen?

  • Arthrose und Osteoporose: Durch die stetige Be- und Entlastung findet ein idealer Austausch der Gelenkflüssigkeit statt. „Die Gelenke werden ideal geschmiert und ernährt“, sagt Reer. So beugen Sie übermäßigem Gelenkverschleiß vor. Auch gegen Osteoporose, also Knochenschwund, könne Wandern präventiv wirken.
  • Diabetes mellitus: „Während der Belastung verbrauche ich Zucker, der Blutzuckerspiegel wird gesenkt“, sagt Reer. Zudem werde die Insulinsensitivität durch Bewegung verbessert. Die körpereigenen Insulinzellen vermehren sich. So sinkt das Risiko an „Zucker“ zu erkranken signifikant. Zudem könnten Krankheitsverläufe verlangsamt werden.
  • Demenz: Weil auch das Gehirn beim Wandern besser durchblutet wird, kann der altersbedingte Abbau von Nervengewebe verlangsamt werden. „Der Stoffwechsel im Gehirn wird durch Wandern angekurbelt, sodass sich die Nervenzellen dichter vernetzen und aktiver sind. Das beugt Demenz vor“, sagt Mediziner Reer. Die Entwicklung der Demenz werde verlangsamt und eine Verschlechterung hinausgezögert.
  • Depression: „Weil Wandernde das Gefühl haben, etwas geleistet zu haben, wird das Selbstbewusstsein gestärkt - ein positiver Effekt auch bei Depressionen“, sagt Winter. Es ist zwar kein Heilmittel, aber teils wird Wandern als Therapie gegen Depressionen eingesetzt.
  • Krebs: Durch moderate Bewegungen über längere Zeiträume wirkt Wandern präventiv. „Zellen, die entarten wollen, werden unter Kontrolle gehalten“, sagt Professor Reer. Dies geschehe dadurch, dass sogenannte Killerzellen und andere immunkompetente Zellen gebildet werden, die krebsfördernde Moleküle unter Kontrolle halten beziehungsweise eliminieren. Jede Art der Bewegung wirke sich auf die beschriebene Weise vorbeugend aus. Doch Wandern eigne sich besonders gut, weil Sie sich dabei über einen längeren Zeitraum moderat bewegen.
(dpa)
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