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Infektionsgefahr: Tattoos können gefährliche Krankheiten hervorrufen

Infektionsgefahr : Tattoos können gefährliche Krankheiten hervorrufen

Jugendliche dürfen sich erst ab 16 Jahren tätowieren lassen – und nur mit einer Einverständniserklärung der Eltern. Ab 18 Jahren können junge Menschen dann zwar frei entscheiden. Aber sie sollten trotzdem gut abwägen, ob sie die mit einem Tattoo verbundenen Risiken wirklich auf sich nehmen wollen, rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Jugendliche dürfen sich erst ab 16 Jahren tätowieren lassen — und nur mit einer Einverständniserklärung der Eltern. Ab 18 Jahren können junge Menschen dann zwar frei entscheiden. Aber sie sollten trotzdem gut abwägen, ob sie die mit einem Tattoo verbundenen Risiken wirklich auf sich nehmen wollen, rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Mangelt es im Tätowierladen an Hygiene oder sind die Farben verunreinigt, könnten Kunden sich mit Bakterien, Viren und Pilzen anstecken. Infektionen mit Hepatitis B und C, Tetanus oder HIV seien ebenso möglich wie Narbenbildungen durch allergische Reaktionen. Auch bestehe das Risiko, dass Farben verwendet werden, die Krebs erregen und das Erbgut schädigen, meint Fegeler.

Wer eine Hautkrankheit wie Neurodermitis hat oder an Diabetes, einer Abwehrschwäche oder einem Herzfehler leidet, verzichtet am besten auf eine Tätowierung. Auch Menschen, die zu Blutungen neigen, sollten davon Abstand nehmen. In all diesen Fällen sei die Gefahr von Komplikationen erhöht, sagt Fegeler. Hinzu komme, dass sich die Haut im Laufe der Zeit dehnen oder später Falten bekommen kann. Das könne dazu führen, dass sich die Tätowierung optisch verändert. Auch der Geschmack ändere sich womöglich, oder das Tattoo störe im Job, gibt Fegeler zu bedenken. Einer Studie zufolge bedauert jeder dritte Tattoo-Träger die Entscheidung.

Die Entfernung eines Tattoos per Laser ist Fegeler zufolge teuer und aufwendig. Es könne dabei zu Entzündungen, Krusten, Narbenbildungen, Aufhellung und Farbumschlag kommen. Außerdem verschwinden farbige Motive nicht immer ganz.

(dpa)