Krampfader: Weshalb sind Gefäßerkrankungen gefährlich?

Am 16. März in Düsseldorf : RP Ratgeber zu gefährlichen Gefäßerkrankungen

Weshalb sind Gefäßerkrankungen, vor allem Krampfadern, so gefährlich? Wie können sie schonend behandelt werden? Das erklären Experten bei der RP-Ratgeberveranstaltung "Gefäßerkrankungen – mit schönen Beinen in den Sommer" am 16.März in Düsseldorf.

Weshalb sind Gefäßerkrankungen, vor allem Krampfadern, so gefährlich? Wie können sie schonend behandelt werden? Das erklären Experten bei der RP-Ratgeberveranstaltung "Gefäßerkrankungen — mit schönen Beinen in den Sommer" am 16.März in Düsseldorf.

Wenn sich dicke Adern an den Beinen ringeln, ist das nicht nur unschön, sondern kann sogar gefährlich sein: "Krampfadern haben oft erhebliche Folgen — dazu gehören Entzündungen, offene Beine oder sogar eine tiefe Venenthrombose, die zu einer tödlichen Lungenembolie führen kann", erklärt Professor Ralf Kolvenbach. Er ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Augusta-Krankenhaus und referiert mit seinen Kollegen bei der aktuellen RP-Ratgeberveranstaltung. "Gefäßerkrankungen — mit schönen Beinen gesund in den Sommer" in Zusammenarbeit mit dem Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD). Im Anschluss an ihre kurzen Vorträge können die erfahrenen Mediziner nach individuellen Ratschlägen befragt werden.

Die alten Griechen und die Krampfadern "Woran Einstein starb — oder warum Gefäßerkrankungen so tückisch sind", so hat Professor Kolvenbach seinen Einführungsvortrag betitelt. Er eröffnet spannende Einblicke in die Geschichte: So wurden etwa schon zu Zeiten der alten Griechen Krampfadern beschrieben und (damals natürlich noch ohne Narkose) gezogen. "Heute leiden mehr als 25 Prozent der Bevölkerung unter Krampfadern — man kann von einer Volkskrankheit sprechen", sagt der Gefäßspezialist.

Sein Kollege, Oberarzt Alper Alpaslan, erklärt die Unterschiede zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem des Körpers. Die Veränderungen, die in letzterem im Laufe der Zeit vor sich gehen, bedeuten eine Bedrohung für die Gesundheit: "In den tiefen Venen gibt es Klappen, die das Absacken des Blutes in die Beine verhindern. Wenn diese nicht mehr richtig arbeiten, können sich Geschwüre entwickeln, die nicht heilen", sagt der Mediziner.

Schonende Behandlungsmethoden

Diese Entwicklung kann durch eine schonende Behandlung verhindert werden, nach der man laut den Experten schnell wieder auf den Beinen ist. Wie diese Therapie ablaufen kann, erfährt das Publikum in einem Überblick über verschiedene mögliche Operationsmethoden. Denn heutzutage werden die Venen nicht mehr nur auf klassische Art gezogen (man spricht von "stripping"), sie können auch mithilfe von Radiowellen oder Lasern verödet werden. Für diese Verfahren muss der Patient allerdings häufig in die eigene Tasche greifen, weil die Krankenkassen sie nicht bezahlen. Dabei gilt es, aufzupassen, dass man nicht mehr als notwendig bezahlt.

Welche Behandlung in welchen Fällen geeignet ist, was sie kosten darf und auf welche Fallstricke man achten muss, das werden ebenfalls Themen bei der Ratgeberveranstaltung sein. Zudem geht es im Vortrag von Ralf Banach, Ärztlicher Leiter der MVZ (Medizinischen Versorgungszentrums) radios GmbH, um die Untersuchungsmethoden bei Gefäßerkrankungen. Sprich, um die moderne Diagnostik in der Venenheilkunde. Banach erläutert, wie heutzutage eine Diagnose mithilfe von Ultraschall oder in Ausnahmefällen mit einer Kernspintomografie gestellt werden kann. Nach den Referaten steht in einer moderierten Runde und in Einzelgesprächen viel Zeit für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

Info: RP Ratgeber "Gefäßerkrankungen — mit schönen Beinen in den Sommer"
Wann: Montag, 16. März 2015, 18.30 bis 20.30 Uhr
Wo: Maxhaus, Schulstraße 11

Veranstalter: Rheinische Post in Zusammenarbeit mit dem Verbund Katholischer Kliniken. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, eine zeitnahe Folgeveranstaltung ist geplant und wird rechtzeitig angekündigt. Zudem werden in einem Nachbericht die wichtigsten Aspekte zusammengefasst.

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