Schlaf-Tipps : Die richtige Bettdecke für süße Träume im Sommer

Ob Daunen, Synthetik oder Naturhaare, jede Füllung hat Vor- und Nachteile. Welches die richtige Bettdecke ist, ist eine Frage des Temperaturempfindens.

Über kaum ein Thema lässt sich so trefflich diskutieren wie über den richtigen Schlaf: Fenster offen, Fenster geschlossen, Heizung an, Heizung aus... wie man sich am besten bettet, kann schnell zur Glaubensfrage werden. Und auch zur Belastungsprobe für so manche Partnerschaft. Denn kaum etwas ist so individuell verschieden wie die Schlafgewohnheit. Und es ist auch keineswegs so, dass der Körper im Schlaf etwa komplett ruhiggestellt ist.

Der Mensch gibt beim Schlafen Wärme und Feuchtigkeit ab. Pro Nacht kann das bis zu einem halben Liter sein. Die Luft wird dadurch unter der Bettdecke schnell warm, manchmal zu warm. Und die Feuchtigkeit muss abgeführt werden. Dabei nehmen 80 Prozent der Flüssigkeit die Bettdecke und 20 Prozent die Matratze auf. So kommt der Wahl der richtigen Bettdecke eine enorme Bedeutung zu, sollte die Kaufentscheidung also gut überlegt werden.

Und individuell geschehen: Nicht zwangsläufig muss in der Partnerschaft auch die gleiche Bettdecke gekauft werden. Denn während der Mann schon schwitzt, kann es sein, dass die Frau noch kalte Füße hat. Erzeugt der Mann nachts mitunter 100 Watt Energie, sind es bei der Frau oft nur 60 Watt. Also die individuellen Ansprüche auch individuell bedienen, rät der Fachmann. Und das gilt natürlich auch jetzt bei der Wahl der richtigen Bettdecke für den Sommer.

Mit oder ohne schlafen? Viele Menschen wählen im Sommer eine ganz eigene Variante: Sie schlafen ganz ohne Decke oder nur mit einem Bezug. Das kommt für die meisten Menschen aber nicht in Frage: Ohne Zudecke geht es für sie einfach nicht. Schon aus Gründen der Behaglichkeit.

Was sind Sommer-Bettdecken? Es gibt eine ganze Vielzahl von Sommer-Bettdecken auf dem Markt. Da ist es für den Kunden nicht immer leicht, die richtige Wahl zu treffen. Die wichtigsten Merkmale von Sommer-Bettdecken sind die Materialien der Füllung. Sie sind bestimmend für die Qualität.

Neben den Qualitätsmerkmalen sind einige der Materialien aber besonders gut geeignet als Sommer-Bettdecke. So werden etwa Baumwoll-Füllungen, Faser-Füllungen oder auch eine sehr leichte Daunen-Füllung für die warme und sehr warme Jahreszeit empfohlen.

Merkmale von Sommerdecken Der Füllgrad ist in der Regel wesentlich geringer als bei den Winterdecken. Gemessen wird bei Bettdecken aber nicht nach Gewicht, also Gramm, sondern nach Wärmegraden. Die Skala, die als Grundlage verwendet wird, reicht dabei von eins bis fünf. Dabei steht eins eben für sehr leicht, zwei eher für normal und fünf für eine kuschelige Winderdecke.

Material der Sommer-Bettdecke Neben dem Füllstoff ist bei der Sommer-Bettdecke auch die Bettwäsche von entscheidender Bedeutung. Zu behaglichem Flanell oder Biber sollte man in der warmen Jahreszeit selbstredend nicht greifen. Empfohlen werden leichte Stoffe aus Baumwolle, Batist oder die pflegeleichten Seersucker. Sie unterstützen die angenehmen Eigenschaften von Sommer-Bettdecken.

Füllungs-Qualitäten Kamelhaar, Wildseide, Kaschmir und sehr leichte Sommer-Daunen zählen zu den hochwertigen Füllungen. Preiswerte Füllungen bestehen in der Regel aus einem Polyestergemisch, was Experten als nicht unbedingt positiv einstufen.

Vier Jahreszeiten-Decken Neben Sommer- und Winterbettdecken bietet der Handel auch sogenannte Vier-Jahreszeiten-Bettdecken an. Diese bestehen aus einer dünnen Decke für den Sommer und einer etwas dickeren für den Übergang im Frühjahr und Herbst. Sie können im Winter zusammengeknöpft werden, wodurch ein warmes Winterbett entsteht. Einige Experten raten jedoch davon ab: Es lägen zu viele Stoffschichten auf dem Schlafenden, und das mache die Decke zumindest im Winter zu schwer. Es gilt: je größer der Druck, desto schlechter der Schlaf.

Lagerung von Sommerdecken Wer für Sommer und Winter verschiedene Bettdecken benutzt, sollte bei der Lagerung darauf achten, dass die Verpackung nicht luftdicht ist. Also kein Plastiksack und keine Folie. Experten raten zu einem alten Bettüberzug oder einem Leinensack.

Reinigung Ganz gleich aus welchem Material eine Bettdecke besteht, sie sollte regelmäßig gelüftet werden, am besten jeden Tag. Das gilt vor allem für Tierhaarfüllungen, die nicht gewaschen werden können. Die meisten Federn- und Daunenfüllungen dürfen heutzutage in die Waschmaschine. Achtung: Auf jeden Fall die Pflegeanleitung des Herstellers beachten! Sonst können Decke wie Kissen schnell verklumpen. Nach der Wäsche die Decke unbedingt komplett trocknen — am besten in einem Trockner. Tipp: Ein paar Tennisbälle mit hineingeben, dann wird die Füllung luftiger.

(RP)