Depression und Angststörung: Wie wirksam ist eine Online-Psychotherapie?

Depression und Angststörung: Wie wirksam ist eine Online-Psychotherapie?

Beinahe fünf Millionen Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Depressionen. Doch die Wartelisten für einen Therapieplatz sind lang. Sind Online-Therapien die Lösung?

Jeder fünfte Deutsche erkrankt irgendwann in seinem Leben an einer Depression. Die meisten von ihnen benötigen professionelle Hilfe. Sonst besteht die Gefahr, dass das Leiden chronisch wird. Das Problem: Immer noch warten Betroffene zu lange auf einen Therapieplatz. Zwar hat sich das Warten auf ein Erstgespräch seit der Einführung einer Sprechstunde in den Psychotherapiepraxen verkürzt, die Wartezeit bis zur Therapie aber ist eher noch länger geworden. Grund: "Die Sprechstunden binden Arbeitskapazität der Therapeuten", sagt Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer.

Hier erfahren Sie, wo Sie bei psychischen Krisen Hilfe bekommen.

  • Checkliste : Das sollten Sie vor der Online-Therapie prüfen

Deshalb blicken Betroffene auf das wachsende Angebot von Online-Therapien. Sie locken mit dem Vorteil sofortiger Verfügbarkeit und sie können in den eigenen Tagesablauf eingebaut werden — also auch problemlos bei Dienstreisen oder im Urlaub fortgesetzt werden. Nicht für jeden sind sie aber die optimale Therapielösung. Hier beantworten Experten die wichtigsten Fragen:

Bei welchen psychischen Erkrankungen kommen Online-Interventionen zum Einsatz?

Es gibt Programme zur Behandlung von Depressionen, von Angststörungen, sozialen Phobien und bei posttraumatischen Belastungsstörungen sowie Essstörungen. Gute Erfahrung sammelte man an der Uniklinik Mainz mit dem Einsatz von Online-Interventionen während der beruflichen Wiedereingliederung zur Weiterbehandlung nach einer Rehabilitationsmaßnahme.

(wat)
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