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Gesünder älter werden: Gesundheit wird das zentrale Thema der Zukunft

Gesünder älter werden : Gesundheit wird das zentrale Thema der Zukunft

Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft vor völlig neue Herausforderungen. Gesundheit wird das alles entscheidende Thema der Zukunft sein.

Durch die wachsende Zahl der Älteren in Deutschland müssen alte Stereotype — wie die des inaktiven Senioren — über Bord geworfen werden. Gefragt sind in Zukunft neue Arbeits- und Teilhabemodelle. Körperliche, mentale und psychische Gesundheit ist die wichtigste Voraussetzung dafür. Doch die Vision, was dafür zu tun ist, sei nicht ausreichend auf dem politischen Radar, bemängelt Peter Albiez, Geschäftsführer bei Pfizer in Berlin.

"Gesundheit ist nicht nur ein Kostenfaktor. Gesundheit wird zukünftig zwangsläufig in die Mitte der Aufmerksamkeit rücken müssen", so der Manager. Für die zukünftige Gesundheitsversorgung seien mehr denn je präventive Ansätze gefordert. Sie müssten bereits bei jungen Menschen ansetzen und zum Ziel haben, chronische Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus oder chronische Rücken- Wartezeiten in Kauf nehmen.

Dies gilt jedoch nicht für Patienten mit "chronischem Schmerz". Hier herrscht nach wie vor ein eklatantes Defizit an Versorgungsmöglichkeiten. Nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen benötigen die Betroffenen eine "multimodale Therapie" — also eine verzahnte Kombination aus medizinischer, medikamentöser, Physio- und Psychotherapie. "Viele Ärzte würden ihren Patienten gerne eine solche Therapie zur Verfügung stellen.

Doch es fehlt schlichtweg an ausreichend Behandlungsmöglichkeiten hierfür", kritisiert Albiez. Ein anderes Beispiel ist die Schlaganfall-Prävention. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270 000 Menschen einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste krankheitsbedingte Todesursache. 70 Prozent der Schlaganfälle könnten durch eine frühzeitige Diagnose verhindert werden, so die Schätzung der "Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe".

Denn das Vorhofflimmern des Herzmuskels — die Hauptursache des Schlaganfalls — kann durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden. "Es bedarf einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller an der Versorgung beteiligten Akteure, zu denen auch wir uns als forschendes Pharmaunternehmen zählen", fordert Albiez. schmerzen zu verhindern. "Chronifizierung zu vermeiden, ist eines der Hauptziele der Prävention", sagt Albiez.

Und da ist noch viel Sand im Getriebe wie das Beispiel "Chronischer Schmerz" zeigt. So leiden derzeit etwa zwölf Millionen Menschen an chronischen Schmerzen, ohne dass es für sie eine ausreichen- Der Gesetzgeber hat bereits mit der "Integrierten Versorgung" ein wichtiges und wirksames Instrument geschaffen. Damit werden Patienten auf klar definierte Behandlungspfade geführt, kommen schneller zu einem Spezialisten für ihr Krankheitsbild, erhalten rascher die zutreffende Diagnose und müssen nur kurze de Versorgungslandschaft gibt.

Betroffene warten mitunter mehrere Jahre auf die richtige Therapie. 40 Prozent aller Patienten werden überhaupt nicht therapiert. "Falsche Diagnosen, ergebnislose Mehrfachuntersuchungen und unzweckmäßige Therapien könnten verhindert werden", ist Albiez überzeugt.