WHO-Sprecher Tarik Jasarevi bestätigt neuen Ebola-Fall in Liberia

Seuche: WHO bestätigt neuen Ebola-Fall in Liberia

Der Kampf gegen Ebola in Westafrika hat einen Rückschlag erlitten: Aus Liberia wurde am Freitag ein neuer Fall der lebensgefährlichen Viruserkrankung gemeldet - mehr als zwei Monate, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das westafrikanische Land für Ebola-frei erklärt hatte.

"Dieser neue Fall ist bestätigt worden", sagte WHO-Sprecher Tarik Jasarevic in Genf. Nach Angaben des liberianischen Gesundheitsministeriums vom selben Tag wird der betroffene Patient in einer Isolierstation in der Hauptstadt Monrovia behandelt. Die Suche nach Kontaktpersonen sei eingeleitet worden, sagte der stellvertretender Gesundheitsminister Francis Kateh im Radio. Er rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren.

Liberia war am 3. September bereits zum zweiten Mal für Ebola-frei erklärt worden, nachdem in der von der WHO gesetzten Frist von 42 Tagen keine neuen Fälle festgestellt worden waren. Dem Ebola-Virus sind allein in Liberia mehr als 4800 Menschen zum Opfer gefallen. Dort sowie in Sierra Leone und Guinea waren seit Ausbruch der Seuche insgesamt mehr als 28.100 Menschen erkrankt, mehr als 11.300 starben.

(felt/dpa)