Schlafstörungen: Was tun, wenn der Schlaf ausbleibt?

Schlafstörungen : Was tun, wenn der Schlaf ausbleibt?

"So richtig nett, ist's nur im Bett", heißt es im Schlager. Immer mehr Menschen können dagegen ein ganz anderes Schlaflied singen. Allerdings kein fröhliches, denn sie leiden unter Schlafstörungen.

Etwa 30 Prozent der Deutschen geben an, gelegentlich oder dauerhaft, nachts nicht die notwendige Ruhe und Erholung zu finden. Sie können nicht einschlafen oder wachen immer wieder auf. Manche Menschen werden auch schlicht zu früh wach. Dabei braucht der Körper ausreichend Schlaf. Dauerhafter Schlafmangel kann zu schwerwiegenden körperlichen und seelischen Störungen führen. Hinzu kommt: Etwa 20 Prozent der Verkehrsunfälle haben Übermüdung als Ursache.

Stress verscheucht den Schlaf

Die Gründe für Schlafstörungen sind unterschiedlich. Äußere Umstände wie eine zu helle Umgebung oder die falsche Matratze können eine Ursache für schlechten Schlaf sein. Aber auch seelische Belastungen wie Stress und Schichtdienst oder die senile Bettflucht sind Auslöser für Schlafstörungen. Hinzu können organische Erkrankungen wie Herzprobleme kommen.

Eine Nacht im Schlaflabor

Eine durchwachte Nacht schadet dem Körper nicht. Auch gelegentliche Schlafstörungen beeinträchtigen das Wohlbefinden nur kurzzeitig. Bei lang anhaltenden Schlafstörungen sollte jedoch mit dem Arzt gesprochen werden. Er sucht nach den Ursachen und überweist im Zweifelsfall an einen Spezialisten.

In einem Schlaflabor zum Beispiel können die Mediziner sehr genau feststellen, was im Schlaf passiert und welche Gründe ein Aufwachen haben kann. Dazu gehört auch das Erkennen einer Schlafapnoe.

Entspannung suchen

Guter Schlaf bedarf einer gewissen Vorbereitung. Grundsätzlich gilt, was uns entspannt, hilft uns auch beim Einschlafen. Also: Vermeiden Sie Störfaktoren: Ruhig sollte es im Schlafzimmer sein und natürlich dunkel. Eine Temperatur von 15 bis 18 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent sind bestens geeignet.

Bett und Matratze sollten so gewählt werden, dass sie sich wohlfühlen. Manche Menschen schlafen lieber auf einer harten Unterlage, andere lieben es eher bequem und weich. Arbeitsgeräte, beispielsweise ein Computer oder die Akten aus dem Büro, haben im Schlafzimmer nichts verloren. Sie erinnern uns nur an den aktiven Teil des Tages und das wirkt sich störend aus.

Theorien zählen

Es gibt noch viel zu erforschen über den Schlaf und die Probleme, die es mit ihm gibt. Die Wissenschaft kennt insgesamt 88 mögliche Schlafstörungen. Zahlreiche Theorien gibt es, die erklären, wozu wir Schlaf benötigen. Wer einschlafen will, kann sie zählen. Das hilft auch besser als die "Übung mit den Schäfchen", denn einfaches Zählen macht es uns zu leicht und lenkt nicht genug ab. Seit den 20er Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit dem Phänomen Schla

f. Früher waren sie Exoten, inzwischen sind ihre Arbeiten anerkannt. Schlaflabore finden sich inzwischen in vielen Städten.

Hier geht es zur Infostrecke: Zehn Tipps: Der gesunde Schlaf

(anch/rm)