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Studie: Videospiele machen aggressiv

Studie : Videospiele machen aggressiv

Gewaltsame Videospiele machen nicht nur aggressiv, sondern können auf lange Sicht aggressives Verhalten festigen und steigern.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von französischen, deutschen und amerikanischen Forschern, die in der nächsten Ausgabe des US-Fachzeitschrift "Journal of Experimental Social Psychology" veröffentlicht werden soll. Die Studie teste erstmals mit Laborversuchen die Langzeitwirkung gewaltsamer Videospiele, sagte Mitautor Laurent Bègue von der Universität Pierre Mendès-France in Grenoble am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Für die Studie ließen Bègue und seine Kollegen von den Universitäten von Hohenheim und Ohio 70 männliche und weibliche Studenten drei Tage lang für jeweils 20 Minuten gewaltsame oder normale Videospiele spielen. Anschließend mussten sie eine Geschichte lesen, in der es um eine mögliche Konfliktsituation ging - wie etwa ein Autounfall - und sich das Verhalten der Betroffenen vorstellen. Die Studenten, die vorher gewaltsame Videospiele gespielt hatten, rechneten mit feindseligeren Reaktionen als die anderen Versuchsteilnehmer.

Gewaltsame Videospiele fördern aggressives Verhalten

Anschließend nahmen beide Gruppen an einem Wettkampf teil, bei dem sie den Gegner mit einem plötzlichem Krach "bestrafen" konnten. Die Spieler der gewaltsamen Spiele fügten ihren Gegner regelmäßig größere Schmerzen zu als die anderen.

In beiden Fällen verstärkte sich die Tendenz in den folgenden Tagen: Je häufiger die Studenten gewaltsamen Videospielen ausgesetzt waren, desto stärker wurden ihre feindseligen Gedanken und ihr aggressives Verhalten. Die Versuche zeigten laut den Forschern, dass gewaltsame Videospiele nicht nur kurzzeitig Aggressionen steigern, wie bereits in Vorgängerstudien nachgewiesen, sondern durchaus anhaltende Verhaltensänderungen mit sich bringen können.

"Bis heute herrscht in Frankreich eine skeptische Haltung zu den Auswirkungen gewaltsamer Videospiele vor, da sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind", sagte Bègue. Die Studie weise aber nun nach, "dass sie als ein Gewaltfaktor nicht vernachlässigt werden sollten."

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(AFP)