Studie zeigt: Smartphone-Nutzung lässt Hörner am Hinterkopf wachsen

Röntgenbilder zeigen Veränderungen : Laut Studie wachsen Nutzern Hörner am Hinterkopf durch Smartphone-Nutzung

Forscher einer australischen Universität haben Röntgenaufnahmen von Menschen zwischen 18 und 86 Jahren untersucht. Vor allem die Schädel von Jugendlichen wiesen einen hornartigen Fortsatz auf. Ursache soll die Haltung bei der Smartphone-Nutzung sein.

Was früher die viereckigen Augen und der Smartphone-Daumen waren, sind heute wohl Hörner am Hinterkopf. Eine Studie will herausgefunden haben, dass eine übermäßige Smartphone-Nutzung zu hornartigen Fortsätze am Nacken führen kann.

Das Forschungsteam rund um David Sahar und Mark Sayers von der University of the Sunshine Coast in Australien hat 1200 standardisierte und damit vergleichbare Röntgenbilder untersucht. Die Aufnahmen der Schädel stammten dabei von Personen im Alter zwischen 18 und 86 Jahren. Insgesamt 33 Prozent der untersuchten Aufnahmen zeigten Horn-Vorwölbungen am Hinterkopf. Die Fortsätze waren dabei zwischen einem und drei Zentimeter lang.

Grund für die skurrile anatomische Verformung: Smartphones und Tablets. Das vermuten zumindest die Forscher. Ihnen zufolge sorgen insbesondere Technologien, die Menschen in der Hand halten, für eine starke Belastung der Nackenmuskulatur. Menschen schauen beispielsweise viele Stunden am Tag mit einer gebeugten Kopfhaltung auf das Smartphone. Einen Beweis für ihre Theorie konnten die Wissenschaftler aber noch nicht erbringen.

Besonders häufig waren die hornartigen Fortsätze in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen zu finden. Etwa 43 Prozent der untersuchten Röntgenbilder in dieser Spanne zeigten der Studie zufolge die spezifische Wölbung am Hinterkopf.

Laut der im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlichten Studie sind Verformungen des menschlichen Skeletts eigentlich eher im fortgeschrittenen Alter feststellbar. Doch in der Studie traten sie nun auch bei jüngeren Probanden auf.

Das menschliche Skelett soll für eine solche Überbelastung nicht gemacht sein und bilde vermutlich als Gegengewicht den beschriebenen Hornfortsatz am Hinterkopf. Strahlung als Ursache schließen die Forscher aus.

Allerdings ist die Probandenanzahl mit 1200 nicht unbedingt repräsentativ. Außerdem wurde die Handynutzung der untersuchten Personen nicht analysiert. Eine Art Nutzungstagebuch hätte Aufschluss darüber geben können, wann und wie das Smartphone genutzt wird.

Vergessen wurde außerdem, dass auch Bücher und Zeitschriften in einer ähnlichen Körperhaltung gelesen werden – allerdings vermutlich nicht in dem zeitlichen Ausmaß wie beim Smartphone-Konsum.

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