Rauchen aufhören: E-Zigaretten helfen nicht dabei

Rauchen aufhören : E-Zigaretten helfen doch nicht

Mit dem Rauchen aufhören wird durch den Griff zur E-Zigarette nicht leichter - im Gegenteil. Denn Tabak rauchen und E-Zigarette dampfen sind vom Ablauf her fast gleich: Ziehen, inhalieren und wieder auspusten.

Dieses gleichbleibende Ritual "füttert das Suchtgedächtnis", erklärt Gabriele Bartsch von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).

Neben der körperlichen Abhängigkeit vom Nikotin zwingt Raucher auch dieses Suchtgedächtnis zum regelmäßigen Griff zur Zigarette. Die psychische Abhängigkeit werden sie durch das Umsteigen auf die E-Zigarette also nicht los. Außerdem seien die gesundheitlichen Auswirkungen noch nicht ausreichend erforscht.

Besser geeignet seien gerade für starke Raucher Entwöhnungskurse und altbewährte Mittel wie Nikotin-Pflaster oder -Kaugummis. Allerdings sollten Raucher sich eine Frist setzen, wann sie auch mit den Kaugummis wieder aufhören. Denn auf Dauer können sie zum Beispiel auf den Magen schlagen. Bartsch empfiehlt, für die Rauchentwöhnung maximal zwölf Wochen Nikotin-Kaugummis zu kauen. Am zählt vor allem eines, sagt Bartsch: "Man muss es wollen."

(dpa)