Lehmann verurteilt südkoreanisches Klon-Experiment: Mensch zu Ersatzteillager gemacht

Lehmann verurteilt südkoreanisches Klon-Experiment: Mensch zu Ersatzteillager gemacht

Mainz (rpo). Er ist gegen den Menschen als Ersatzteillager und gegen das Töten von embryonalen Menschen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, hat das Klon-Experiment in Südkorea massiv kritisiert.

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p class="text"><P>Mainz (rpo). Er ist gegen den Menschen als Ersatzteillager und gegen das Töten von embryonalen Menschen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, hat das Klon-Experiment in Südkorea massiv kritisiert.

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p class="text">Der Mensch sei hier "in extremster Weise zum Zweck" geworden, sagte Lehmann der Mainzer "Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe). Menschliches Leben werde "auf menschenverachtende Weise zum Ersatzteillager degradiert", unterstrich der Kardinal. Ein vermeintlicher medizinischer Nutzen, der zudem keineswegs erwiesen sei, könne kein Verfahren rechtfertigen, bei dem embryonale Menschen getötet würden.

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p class="text">Südkoreanische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben aus geklonten menschlichen Embryonen erstmals Stammzellen gewonnen. Dabei entnahmen sie bei Frauen Eizellen und einige Zellen ihrer Eierstöcke. Wie beim therapeutischen Klonen von Tieren entkernten die Forscher die Eizellen und pflanzten ihnen die Kerne der Eierstock-Zellen ein. Das Bekannt werden der Experimente hat auch in Deutschland für ein erneutes Aufflammen der Diskussion über Chancen und Risiken der Gentechnik gesorgt, wobei zumeist vor den Gefahren des Klonens gewarnt wurde.

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p class="text">Bei therapeutischem Klonen geht es Forschern darum, spezialisierte Zellen zu schaffen, die kranke Zellen oder vollständige Organe ersetzen oder reparieren können. Damit der Körper eines Patienten die neuen Zellen nicht abstößt, müssten gesunde Zellen genetisch zu dessen Erbgut passen. Dazu wollen Mediziner die Zellkerne der Stammzellen durch die Kerne beliebiger Zellen des Patienten ersetzen.

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