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Masern: Experten raten den Impfschutz zu prüfen

Masern : Wie jeder seinen Impfschutz überprüfen kann

Zuerst fühlt es sich an wie eine Erkältung, dann breitet sich der rote Ausschlag über den ganzen Körper aus: In Deutschland gehen die Masern um. Hunderte Menschen sind erkrankt, ein Junge starb. Experten empfehlen, unbedingt den Impfschutz zu prüfen.

Wie kann ich mir über meinen Schutz Sicherheit verschaffen?

Alle Impfungen sind im Impfpass dokumentiert. Wenn der verschwunden ist, stellt der Hausarzt einen neuen aus. Allerdings werden in das neue Exemplar nur Impfungen, die nachweisbar - also dokumentiert - sind, eingetragen.

Eine Möglichkeit ist es dann, alle Ärzte, von denen man geimpft wurde, abzuklappern und um Auszüge aus der Patientenakte zu bitten. Wenn aber der Kinderarzt in Rente gegangen ist, hilft nur eines: noch einmal impfen lassen. Für die Zukunft empfiehlt der Deutsche Hausärzteverband: "Der Hausarzt sollte über alle Impfungen informiert sein und eine Kopie des Impfpasses vorliegen haben."

Gibt es weitere Möglichkeiten, wie ich meinen Impfschutz prüfen lassen kann?

Jein. Ob man geimpft ist, lässt sich auch mit einem Bluttest prüfen. Allerdings sollten sich Patienten besser nicht darauf verlassen. Denn laut Robert Koch-Instituts sind fehlerhafte Laborbefunde, die fälschlicherweise einen ausreichenden Schutz attestieren, nicht ausgeschlossen. Die sogenannte Titertestung, bei der das Blut auf Masern-Antikörper untersucht wird, hält das RKI nicht für sinnvoll. Besser sei es, sich im Zweifel erneut impfen zu lassen, denn man könne nicht "überimpfen".

Wann bin ich gegen Masern geschützt?

Eine zweimalige Impfung gegen Masern bei Kindern und eine einmalige bei Erwachsenen bietet einen optimalen Schutz. Denn zwischen fünf und zehn Prozent der Geimpften werden durch die erste Impfung gegen Masern nicht immun. Nach zwei Impfungen sinke dieser Anteil, so dass die Impfeffektivität auf bis zu 99 Prozent steige. Grundsätzlich wird nach zweimaliger Impfung von einer lebenslangen Immunität ausgegangen.

Wer sich gegen Masern impfen lässt, ist aber nicht sofort gegen die Krankheit immun. Bis dahin dauert es ungefähr zehn bis 14 Tage. Auch wer mal die Masern hatte, ist dagegen immun.

Was ist, wenn ich nur einmal geimpft bin oder es nicht genau weiß?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt dann, sich einmal gegen Masern impfen zu lassen - unabhängig davon, ob man bisher einmal oder noch gar nicht geimpft ist. Da Masern hochansteckend sind, führt fast jeder Kontakt von ungeschützten Personen mit einem Erkrankten zur Ansteckung.

Zudem sind Masern bereits fünf Tage vor Auftreten des Hautausschlags übertragbar. Masern verbreiten sich per Tröpfcheninfektion und durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten.

(DPA-TMN)