Leberschäden möglich Behörde warnt vor Nahrungsergänzungsmittel „Roter Reis-Extrakt“

Hannover · Verbraucher sollten aktuell sich gleich mehrere Warnungen und Rückrufe zu Lebensmitteln anschauen. Zum einen ist ein Nahrungsergänzungsmittel namens „Roter Reis-Extrakt“ betroffen. Außerdem ist ein Käse-Fertiggericht betroffen, das bei Aldi Nord verkauft wird.

Tabletten und Vitaminpräparate (Symbolbild).

Tabletten und Vitaminpräparate (Symbolbild).

Foto: dpa/Fernando Gutierrez-Juarez

Lebensmittelprüfer haben davor gewarnt, ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel namens „Roter Reis-Extrakt“ einzunehmen. Sonst könnten bei Verbraucherinnen und Verbrauchern Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel auftreten, wie auf der staatlichen Produktrückruf-Seite lebensmittelwarnung.de mitgeteilt wurde. Zudem könne es zu Schädigungen der Skelettmuskulatur und der Leber kommen.

Bei dem Produkt mit 120 Kapseln und der Chargennummer 220100100 sowie dem Haltbarkeitsdatum März 2023 und Januar 2024 überschreite den derzeit gültigen Grenzwert von unter drei Milligramm für den täglichen Verzehr an Monacolin K. Es wurde der Mitteilung zufolge bundesweit nur online über ein sogenanntes Fulfillment-Zentrum von Amazon vertrieben.

Rückruf bei Aldi: „Mac 'n' Cheese Cubes 250 Gramm“

Der Hersteller der bei Aldi Nord verkauften „Mac 'n' Cheese Cubes 250 Gramm“ hat eine Charge des Käse-Fertiggerichts zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass in den Produkten vereinzelt Plastikteile enthalten seien, teilte die frostkrone Tiefkühlkost GmbH am Mittwoch mit. Betroffen sind demnach Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 30. Juli 2023, 30. August 2023, 30. September 2023 und 30. Oktober 2023.

Die Produkte seien in allen Regionen bei Aldi Nord verkauft worden. „Mac 'n' Cheese Cubes“ mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten und sonstige Artikel des Herstellers seien nicht betroffen.

Hohe Acrylamid- und Glykoalkaloide-Werte bei Kartoffelprodukten

Viele Snacks auf Kartoffelbasis weisen zu hohe Werte an Schadstoffen wie Acrylamid und Glykoalkaloide auf. Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch vorgestellte Untersuchung der Stiftung Warentest. Von 25 getesteten Produkten erhielten fünf die Note mangelhaft. Bei allen Testverlierern handelte es sich um teure Marken- und Bio-Chips.

Deutlich zu viel Acrylamid enthalten etwa die Kartoffel-Chips von Denns Biomarkt und die Chips des Youtubers CrispyRob. Die Marken-Chips von Kettle wiesen besonders viele Glykoalkaloide auf. Dabei handelt es sich um Pflanzengifte, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Die Stapelchips von Pringels sind mit Mineralölkohlenwasserstoffen überbelastet.

Acht Produkte erhielten die Note gut, darunter Discounterprodukte von Aldi, Kaufland und Rewe. Auch Chio-Paprika-Chips und Pom-Bären gehören zu den Testgewinnern. Die Markenprodukte von Lay's und Funnyfrisch sowie die Bio-Chips von Alnatura schnitten nur „ausreichend“ ab, unter anderem wegen hoher Glykoalkaloid-Werte.

Im Nährwert-Check kommen die Tester zu dem Schluss, dass es zwischen den einzelnen Produkten keine großen Unterschiede gibt: Alle sind sehr fettig und salzig. Das gleiche gilt demnach auch für Alternativen wie Gemüsechips und in etwas geringerem Ausmaß für Hülsenfrüchten-Chips. Stiftung Warentests Fazit: „Gesunde Chips gibt es nicht.“

(felt/dpa)
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