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Grippe: Schlechter Impfstoff begünstigt Ausbreitung

Robert-Koch-Institut : Mangelhafter Impfstoff begünstigt Grippewelle

Die Zahl der Atemwegserkrankungen ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Das geht aus dem Beobachtungsportal "Grippeweb" des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor.

Demnach stieg in der fünften Kalenderwoche die Zahl der neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen im Vergleich zur Vorwoche um 9,3 Prozent. Die Fallzahl liegt damit deutlich höher als im Vorjahr zur gleichen Zeit, hat aber noch nicht die Höchstwerte der Grippe-Saison 2012/13 mit damals elf Prozent Anstieg erreicht.

Die Düsseldorfer Hausarzt-Praxis von André Schumacher registriert seit Wochen gehäufte Fälle von viralen Infekten. Aktuell kämen besonders viele Patienten mit Magen-Darm- und Atemwegsinfekten in die Praxis. Insbesondere die Atemwegsinfektionen sind Schumacher zufolge sehr hartnäckig und dauerten bis zur Genesung immer länger.

"Die diesjährige Grippewelle hat begonnen", sagte eine Sprecherin des RKI. Ein möglicher Grund für den hohen Anstieg sei, dass der Impfstoff nicht optimal zusammengesetzt sei. Die Weltgesundheitsorganisation legt immer bereits zu Anfang eines Jahres fest, welche Komponenten der Impfstoff für das Folgejahr enthalten soll. "Es liegen zwar noch keine Zahlen vor, aber es ist jetzt schon klar, dass eine Komponente beim diesjährigen Wirkstoff nicht optimal passt", so die RKI-Sprecherin.

Anders sei dies beim Impfstoff, der für die Südhalbkugel herausgebracht worden sei. Abgesehen von regelmäßigem Händewaschen rät die RKI-Sprecherin auch jetzt noch dazu, sich impfen zu lassen: "Besser ein Regenschirm mit einigen Löchern, als völlig ohne Schutz in den Regen zu gehen."

(RP)