Generali-Studie: Senioren in Deutschland fühlen sich fit und haben mehr Geld

Studie : Deutschlands Senioren fühlen sich fit und haben mehr Geld

Die 65- bis 85-Jährigen in Deutschland haben ein positives Lebensgefühl. Jeder Zweite ist auch noch mit dem eigenen Auto und sogar im Internet unterwegs, das geht aus der Altersstudie der Generali-Versicherung hervor.

Zum zweiten Mal befragte das Institut für Demoskopie Allensbach für den Versicherungskonzern im Dezember 2015 und Januar 2016 mehr als 4100 Bundesbürger zwischen 65 und 85 Jahren zu ihrer Lebenssituation.

Insgesamt zeichnet die Generation ein positives Lebensgefühl aus. Auf einer Skala von null (überhaupt nicht zufrieden) bis zehn (völlig zufrieden) wählen die 65- bis 85-Jährigen im Durchschnitt die Stufe 7,2. Regional gibt es in Deutschland dabei keine wesentlichen Unterschiede. Allen Altersbeschwerden zum Trotz fühlen sich die Senioren im Schnitt rund siebeneinhalb Jahre jünger, als sie es tatsächlich sind.

Durchschnittlich 2410 Euro monatlich

Insgesamt verfügen die 65- bis 85-Jährigen über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von durchschnittlich 2410 Euro. Das sind gut 200 Euro oder zehn Prozent mehr im Vergleich zur Vorgängerstudie von 2013. Zur freien Verfügung haben die Älteren heute 628 Euro in der Tasche, vor vier Jahren waren das noch monatlich 522 Euro. Zehn Prozent der Befragten bezeichnen ihre eigene finanzielle Situation als sehr gut, 52 Prozent immerhin als gut. Als durchschnittlich beurteilen 31 Prozent der 65- bis 85-Jährigen ihre Finanzlage, nur sechs Prozent stufen sie eher als schlecht ein.

Gleichwohl wird die wirtschaftliche Lage älterer Menschen insgesamt deutlich negativer eingestuft. Jeder dritte Befragte vermutet sogar, dass es den meisten Altersgenossen schlecht geht. Tatsächlich gibt es erhebliche soziale Unterschiede: Das frei verfügbare Einkommen differiert zwischen 351 Euro bei Menschen mit niedrigerem Einkommen und durchschnittlich 1027 Euro bei jenen mit höherem Einkommen.

Auch bei der Gesundheitsbilanz gibt es Unterschiede zwischen den sozialen Schichten. Insgesamt 40 Prozent der 65- der 85-Jährigen bewerten ihren Gesundheitszustand als uneingeschränkt positiv. Doch während dies in höheren sozialen Schichten jeder Zweite (52 Prozent) so sieht, sind dies bei den unteren Schichten nur 28 Prozent.

Viel Aktivität trotz hohem Alter

Die Mehrheit der Älteren bleibt aktiv. So ist mehr als die Hälfte (58 Prozent) heute noch mit dem eigenen Auto unterwegs. Bei den 65- bis 69- Jährigen sind dies mit 69 Prozent mehr als doppelt so viele wie noch vor 30 Jahren. Bei den 80- bis 85-Jährigen ist der Anteil der Autofahrer sogar um mehr als das Zehnfache angestiegen. 38 Prozent dieser Altersklasse nutzen heute noch den eigenen Pkw.

Auch gegenüber technischen Entwicklungen zeigen sich viele aufgeschlossen. Immerhin jeder zweite 65- bis 85-Jährige nutzt das Internet. Generell gibt jeder Dritte an, gerne etwas Neues auszuprobieren. Allerdings fühlen sich 39 Prozent von neuer Technik auch genervt und überfordert.

(ham/AFP)
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