In den letzten Jahren rapide zugenommen Familien als Hauptursache für Kinder-Kopfschmerz

Düsseldorf (rpo). Geradezu rapide hat in den letzten Jahrzehnten die Kopfschmerzhäufigkeit bei Kindern zugenommen. Experten führen sie nicht zuletzt auf Stress in den Familien zurück.

Während noch vor drei Jahrzehnten etwa 40 Prozent aller Viertklässler mehr oder weniger häufig und stark unter dem Kopfschmerz litten, habe sich diese Rate bis heute auf 93 Prozent erhöht. Dies sagte der Heidelberger Psychologe Gideon Franck am Mittwoch auf dem Ärztekongress der Fachmesse Medica in Düsseldorf.

Finnische Wissenschaftler hätten in ihren Studien nachweisen können, dass die Hauptgründe für den Kinder-Kopfschmerz am ehesten in Familienverhältnissen lägen, die aus den verschiedensten Gründen von den Jungen und Mädchen als "schwierig" empfunden würden.

Diesem "enormen Stress-Faktor" folge dann die Schule mit ihren Leistungsanforderung. Kennzeichnend für Kinder mit Migräne sei es, dass man sie nach den Worten des Psychologen oft als "enorme Durchhalter" bezeichnen könne, die trotz ihrer Schmerzen noch in die Schule gingen.

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