Ebola in Guinea: Laut Regierung doch kein Ausbruch in Conakry

Proben "negativ" gestestet : Regierung: Doch kein Ebola-Ausbruch in Conakry

Die Ebola-Epidemie in Guinea hat nach Regierungsangaben bislang nicht auf die Hauptstadt Conakry übergegriffen. Alle bislang vom Pasteur-Institut in Dakar untersuchten Proben von Ebola-Verdachtsfällen seien "negativ" ausgefallen", sagte der vom Gesundheitsministerium in Conakry eingesetzte Beauftragte zur Seuchenbekämpfung, Sakoba Keita, am Montag.

Proben, die in drei verdächtigen Fällen genommen wurden, wurden demnach negativ auf den Ebola-Erreger getestet. Zwei der betroffenen Patienten in Conakry waren verstorben. "Bislang gibt es kein Ebola in Conakry", sagte Keita.

Bei den Verdachtsfällen handele es sich um eine Fiebererkrankung mit Blutungen, dern Ursache noch geklärt werden müsse. Das Pasteur-Institut suche nach dem auslösenden Virus. Keita kündigte neue Informationen "binnen Stunden" an.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hatte am Sonntag mitgeteilt, dass es inzwischen auch Fälle der hochansteckenden Krankheit in der Millionenstadt Conakry gebe. Zuvor hatte das guineische Gesundheitsministerium einen Ebola-Ausbruch im Süden des Landes mit Dutzenden Toten bestätigt.

Die ersten Fälle waren vor sechs Wochen in den südlichen Waldgebieten des westafrikanischen Landes aufgetreten. Die Betroffenen litten an Durchfall, Erbrechen und Blutungen.

Das Ebola-Virus tritt bislang nur in Afrika auf. Es wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, Infizierte leiden an inneren Blutungen und Austrocknung. In 25 bis 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tödlich, die Sterblichkeit ist dabei abhängig vom Erregerstrang.
Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus.

Benannt wurde Ebola nach einem Fluss in der Demokratischen Republik Kongo, wo es 1976 entdeckt wurde. Seitdem gab es laut WHO rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1300 Toten. Bei der jüngsten Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo waren im November 2012 nach Regierungsangaben 62 Menschen infiziert worden, 34 von ihnen starben.

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(AFP)
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