Ebola: 60 Menschen in Guinea an Virus gestorben

Gefährlicher Virus : 60 Menschen in Guinea an Ebola gestorben

Erstmals hat eine der gefährlichsten Krankheiten der Welt das westafrikanische Land erfasst.

Im westafrikanischen Guinea ist eine Ebola-Epidemie ausgebrochen. Ebola ist eine der gefährlichsten Kankheiten überhaupt. Der Erreger ist hochansteckend und meistens tödlich. Das Gesundheitsministerium habe bislang 100 Infizierte im Süden des Landes registriert, berichtete der US-Auslandsender VOA. Mindestens 60 davon seien gestorben. Erstmals ist der Erreger, ein Virus, nach Behördenangaben im vergangenen Monat in der Region festgestellt worden.

Drei der zwölf Proben, die zur Untersuchung nach Frankreich gesandt worden waren, seien als Ebola bestätigt worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Nach Angaben der Behörden habe der Ausbruch ein epidemisches Ausmaß angenommen.

Das Ebola-Virus verursacht schweres, mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Es existiert keine Impfung und keine Therapie.

Der Name geht auf den afrikanischen Fluss Ebola zurück, an dem das Virus zuerst aufgetreten ist. Die Krankheit kommt hin und wieder in Regionen südlich der Sahara vor, etwa in Uganda. Sie zählt zur Gruppe der sogenannten hämorrhagischen Fieber

Die Hilfsorganisation Ärzte Ohne Grenzen (MSF) startete einen Notfalleinsatz in der südlichen Region. "Wir richten eine Isolationsstation in Guéckédou ein", sagte die MSF-Ärztin Esther Sterk. Eine weitere Isolierstation werde in der Stadt Macenta aufgebaut. Auch Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reisten ins Gebiet, um die Fälle zu untersuchen.

(DPA)
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