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Studie der Bundesregierung: Aufputschende Drogen häufiger konsumiert

Studie der Bundesregierung : Aufputschende Drogen häufiger konsumiert

Ärzte haben in ambulanten Einrichtungen im vergangenen Jahr mehr als 60.000 Menschen nach dem Konsum illegaler Drogen behandelt. Dies ist so viel wie im Jahr zuvor, jedoch ist die Zahl der Behandelten über einen längeren Zeitraum stark angestiegen.

Das geht aus einer am Donnerstag von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, präsentierten Statistik hervor. 2007 waren nur 40.000 Menschen behandelt worden, nachdem sie etwa Aufputschmittel, Heroin, Cannabis oder berauschende Pilze zu sich nahmen.

Vor allem Konsumenten von Aufputschmitteln ("Stimulanzien") wie Amphetamine beschäftigen die Ärzte zunehmend. So gingen 2007 weniger als sieben Prozent der Behandlungen auf diese Patienten zurück, 2011 schon mehr als zehn Prozent. Der Anteil der ambulant erstbehandelten Konsumenten von Aufputschmitteln lag bei 15 Prozent.

Bei der Zahl stationär behandelter Drogenkonsumenten gab es wenig Veränderung: 2007 waren es knapp 6.900, 2011 nach Schwankungen von Jahr zu Jahr rund 8.000. Auf das Niveau von 2007 hat sich unterdessen die Zahl der ambulanten erstmaligen Patienten angeglichen: Sie lag im vergangenen Jahr bei mehr als 17.300.

Die meisten Patienten wurden jedoch auch wieder im vergangenen Jahr behandelt, weil sie sogenannte Opioide nahmen - dazu zählt auch Heroin. Fast jede zweite ambulante Behandlung (45 Prozent) ging darauf zurück und jede dritte stationäre (34 Prozent). Bei den Erstbehandelten machten Cannabis-Konsumenten mehr als die Hälfte aus.

(APD)