Alzheimer, Krebs und mehr: Vor diesen Krankheiten fürchten sich die Deutschen

Alzheimer auf dem Vormarsch : Vor diesen Krankheiten fürchten sich die Deutschen

Krankheiten gehören zu den Urängsten der Menschen. Eine Umfrage hat jetzt beleuchtet, welche davon die Deutschen hauptsächlich beunruhigen. Das überraschend Ergebnis: Die Angst vor Krebs geht zurück. Lesen Sie hier, welche Erkrankungen die meiste Sorge machen.

Herz-Kreislauferkrankungen sind hierzulande die häufigste Todesursache, dennoch fürchten die Menschen sie nicht so sehr, wie Krebs oder degenerative Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer. Das zeigt eine Forsa-Studie, die im Auftrag der Krankenkasse DAK die Krankheitsangst der deutschen Bevölkerung ins Visier genommen hat.

Alte Menschen fürchten Demenz, die Jungen Unfälle

Der größte Angstmacher bleibt bei allen Generationen zwar der Krebs — 67 Prozent der Befragten gaben an, sich am meisten vor einem bösartigen Tumor zu fürchten — doch verschiebt sich die Gewichtung: Auf Platz zwei der gefürchtetsten Leiden rückt insgesamt die Furcht vor Demenz. Besonders bei den über 60-Jährigen spielt das eine große Rolle, während bei den 30 bis 44-Jährigen die Sorge vor Unfällen mit schweren Verletzungen im Vordergrund steht. Bei ihnen ist eine Tumorerkrankung mit 73 Prozent am gefürchtetsten.

Paradox allerdings ist, dass dennoch lediglich 54 Prozent von ihnen regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Es folgt die Furcht vor einem schweren Unfall oder einem Schlaganfall. Widersprüchlich aber auch hier: In dieser Altersgruppe nutzt nur jeder dritte Befragte den Gesundheits-Check gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Insgesamt sind bei den jüngeren Leuten psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen sehr präsent, ebenso wie die Diabetes, Geschlechts- oder Lungenkrankheiten.

Keine unbegründete Angst: Demenzerkrankungen nehmen zu

Mit fortgeschrittenen Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz zu erkranken. Das mag die Furcht der über 60-Jährigen vor dem Schreckgespenst Alzheimer erklären. Selbst Opfer des schleichenden geistigen Verfalls zu werden, ist für die über 60-Jährigen inzwischen das bedrohlichere und größere Szenario als Krebs oder einen Schlaganfall zu bekommen.

Stück für Stück löscht sich das Gedächtnis bei einer Demenz-Erkrankung aus, bis der Verstand völlig im Dunkeln verschwunden ist. In Deutschland leben bereits jetzt 1,4 Millionen Betroffene. Zweidrittel von ihnen leiden an Alzheimer und täglich werden es mehr. Jedes Jahr kommen 300.000 Neuerkrankungen hinzu. Sofern kein Durchbruch in der Prävention gelingt, werden es im Jahr 2050 hundert Neuerkrankungen am Tag sein. Experten gehen davon aus, dass sich bis dahin die Erkrankungen insgesamt verdoppeln.

Mit der Zahl der Kranken steigt auch die der Betroffenen, die in ihrem Umkreis Demenzkranke kennen oder sogar betreuen. Die Schädigung der Blutgefäße des Gehirns lässt sich nicht stoppen und auch nicht die Angst davor, wie eine Umfrage der Krankenkasse DAK zeigt.

Platz drei der Angstmacher ist der Schlaganfall

Auf die Gesamtbevölkerung betrachtet, geht die Sorge vor Krebs, Unfall oder Herzinfarkt zurück. Aktuell sorgt 67 Prozent der Befragten eine bösartigen Tumor zu bekommen. 51 Prozent ängstigen sich vor einer Demenz, gefolgt von der Befürchtung einen Schlaganfall zu erleiden.

Seit drei Jahren ermittelt das Forsa-Institut für die DAK bundesweit bei über 3.000 Männern und Frauen diese Daten.

(wat)
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