Mundhygiene Muss Zahnseide wirklich sein?

Düsseldorf · Zweimal täglich Zähne zu putzen reicht für gesundes Zahnfleisch und schöne Zähne nicht aus. Denn 40 Prozent der Oberfläche werden so nicht sauber. Wie Sie die Zähne rundherum richtig frisch machen und warum das wichtig ist.

Zahnseide richtig benutzen
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Die wichtigsten Putzhilfen für Zahnzwischenräume

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So benutzt man Zahnseide richtig
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So benutzt man Zahnseide richtig

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  1. Zahnseide: Sie zählt als Einmalprodukt zu den bekanntesten Utensilien der Zahnzwischenraumreinigung. Es gibt sie ungewachst, gewachst, geflosst, mit Minzaroma oder Fluorid. Da gewachste Zahnseide leichter gleitet, wird sie für Anfänger oder bei sehr engen Zahnzwischenräumen empfohlen. Allerdings ist die Reinigung damit weniger effektiv als die mit ungewachster Zahnseide. Geflosste Zahnseide hat einen wollähnlich aufgebauschten Faden und hilft gut beim Säubern von festsitzendem Zahnersatz wie Kronen oder Brücken. Vorteil: Wer sie richtig verwendet, reinigt den Interdentalraum sehr effektiv. Zahnseide ist sehr kostengünstig und auf kleinen Abrollern für jede Hosentasche geeignet. Nachteil: Für viele ist die Verwendung unbequem, sie erfordert Übung und wird darum oft als lästig empfunden. Viele wissen nicht, dass man von Zahn zu Zahn jeweils einen frischen Abschnitt auf dem Faden zur Reinigung verwendet. Macht man das nicht, verteilt man die bei der Reinigung gelösten und an der Zahnseide haftenden Bakterien und Beläge munter zwischen allen Zähnen. Wer mit dem Faden nur hin und her zieht, kann auf Dauer den Zahnschmelz beschädigen und tiefe Furchen hineinsägen. Wie man Zahnseide richtig verwendet, sehen und lesen Sie hier.
  2. Zahnseideschiffchen: Auch Zahnseidehalter sind für den Einmalgebrauch vorgesehen.
  3. Vorteil: das komplizierte Spannen zwischen den Fingern fällt weg, denn der Faden ist im Halter fest eingeklemmt. Man kann mit einer einzigen Hand bequem alle Zähne säubern.
  4. Nachteil: Da der Faden im Schiffchen gerade gespannt ist, lässt er sich nicht um den Zahn legen. Der Zahnzwischenraum wird nur eingeschränkt gereinigt.
  5. Interdentalbürstchen: Sie sind in verschiedenen Stärken für verschieden große Zahnabstände zu bekommen und zwei bis drei Wochen lang verwendbar, sofern man sie wie eine Zahnbürste unter klarem Wasser ausspült. Vorteil: Durch die dichten Borsten werden die Zwischenräume besonders gründlich von Plaque befreit. Nachteil: Bei Verwendung einer zu großen Interdentalbürste kann es zu Verletzungen des Zahnschmelzes kommen. Verbogene Bürstchen können zudem das Zahnfleisch verletzen.
  6. Elektrische Interdentalbürsten: Sie sind hilfreich für motorisch eingeschränkte Menschen, wie zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Grundsätzlich haben sie jedoch keinen Vorteil.
  7. Silikonstäbchen: Sie zählen zu den neueren Produkten zur Zahnzwischenraumreinigung. Die Stäbchen bestehen aus Kunststoff und Silikon mit kleinen Lamellen. Die bunten Sticks sind vor allem für Zahnseide- und Interdentalbürstenmuffel eine Alternative. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, die auf die Zahnlücke passend ausgesucht werden sollte. Vorteil: Da man sie unter fließendem Wasser abspülen kann, kann man sie einmalig im ganzen Mundraum verwenden. Die Reinigung damit ist einfach und unkompliziert. Es gibt keinen Draht, der zu Verletzungen des Zahnfleisches oder des Zahnschmelzes führen könnte. Nachteil: Konzipiert wurden sie eigentlich für die schnelle Reinigung zwischendurch und nicht zur Dauerreinigung.
(wat)
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