Beliebtes Mischgetränk erhöht Kariesrisiko : Fruchtzucker in der Apfelschorle greift Zähne an
Hamburg (rpo). Gesund und lecker - dieses Image haftet der Apfelschorle an. Doch dass die Mischung aus Apfelsaft und Mineralwasser unbedenklich für die Zähne ist, wurde jetzt von Wissenschaftlern widerlegt.
Die Flasche mit der Apfelschorle hat ihren festen Platz im Leben der meisten Kleinkinder. Viele Eltern halten den Ökosaft vermischt mit Mineralwasser für einen gesunden Durstlöscher, der die Zähne nicht angreift. Doch weit gefehlt. Apfelsaft ohne Zuckerzusatz enthält zwar keinen Haushaltszucker, aber Kariesbakterien mögen auch Fruchtzucker.
Sie verarbeiten ihn zu Säure, die den Zahnschmelz aufweicht. Und die Verdünnung des Apfelsaftes mit Wasser, also die Apfelschorle, ist kaum zahnfreundlicher als Apfelsaft pur. Beide Varianten greifen die Milchzähne in gleichem Maße an. Das haben laut der DAK Mainzer Wissenschaftler festgestellt. Nur Mineralwasser pur macht Karius und Baktus das Leben schwer.
Für das Kariesrisiko ist aber nicht nur entscheidend, was die Kinder trinken, sondern auch wie oft. Dauernuckeln an der Trinkflasche greift die Zähne besonders an. Und Kinder, die häufig am Apfelglas nippen, neigen zu großflächigem Kariesbefall im ganzen Mund.