Schlafapnoe: Ständige Müdigkeit bei Fettleibigen oft gut behandelbar

Schlafapnoe : Ständige Müdigkeit bei Fettleibigen oft gut behandelbar

Wenn stark übergewichtige Menschen über ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit klagen, muss nicht unbedingt eine Depression die Ursache sein. Neben einer häufig auftretenden, schlafbezogenen Atemstörung (Schlafapnoe) kann auch eine seltenere Erkrankung vorliegen - das sogenannte Adipositas assoziierte Hypoventilationssyndrom (OHS). Dieses sei gut behandelbar, betonen die Ärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

"Beim OHS führt die ineffektive beziehungsweise ungenügende Atemtätigkeit des Patienten zu einer Erhöhung des Kohlendioxidgehaltes im Blut", erläutert Michael Dreher, Spezialist für Beatmung am Universitätsklinikum Freiburg und Oberarzt in der Abteilung Pneumologie und im Schlaflabor. Betroffene bekämen eine Nasen- oder Nasenmundmaske für nachts, über die sie im Schlaf beatmet würden. "Regelmäßig durchgeführt kann diese Therapie den Patienten dazu verhelfen, dass sie sich beim morgendlichen Aufwachen frischer und ausgeschlafener fühlen und tagsüber weniger zu Schläfrigkeit neigen." Mit der Absenkung der erhöhten Kohlendioxidwerte im Blut könnten sich dann unter anderem auch chronische Beinödeme zurückbilden, die aufgrund der gefäßerweiternden Wirkung des erhöhten CO2-Gehalts im Blut entstünden.

Die Ursachen des Adipositas assoziierten Hypoventilationssyndroms sind noch nicht genau bekannt.

(APD)
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