Schilddrüsenunterfunktion: Diese Tabletten helfen zuverlässig

Hormon-Krankheit medikamentös behandeln : So behandeln Sie eine Schilddrüsenunterfunktion mit Tabletten

In Deutschland leidet etwa ein Prozent der Bevölkerung an einer Schilddrüsenunterfunktion. Die Betroffenen kämpfen mit Symptomen wie Gewichtszunahme, Müdigkeit oder Verstopfung. Glücklicherweise ist die Schilddrüsenunterfunktion medikamentös gut behandelbar.

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)?

Der Hypothalamus und die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) im Gehirn steuern die Produktion der Schilddrüsenhormone im Körper. Dabei schüttet der Hypothalamus das Hormon Thyreoliberin (TRH) aus, das wiederum die Hypophyse anregt, das Hormon Thyreotropin (TSH) freizusetzen. Dieses fördert die Produktion der Schilddrüsenhormone.

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann durch Funktionsstörungen in der Schilddrüse, durch Störungen der TSH Produktion oder durch die nicht ausreichende Anregung der Hypophyse entstehen. In der Medizin werden deshalb die folgenden Formen der Schilddrüsenunterfunktion unterschieden:

  1. Primäre Schilddrüsenunterfunktion: Die Ursache dieser Schilddrüsen-Erkrankung liegt in der Schilddrüse. Dabei ist die primäre Schilddrüsenunterfunktion die am häufigsten vorkommende Form der Hypothyreose.
  2. Angeborene Schilddrüsenunterfunktion: Einige Kinder werden ohne eine Schilddrüse geboren oder das Organ hat sich fehlerhaft entwickelt.
  3. Erworbene Schilddrüsenunterfunktion: Diese Unterfunktion ist oftmals die Folge einer chronischen Entzündung der Schilddrüse. Es handelt sich hierbei um die Autoimmunkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis. Zudem kann die erworbene Schilddrüsenunterfunktion auch durch vorausgegangene ärztliche Behandlungen entstehen. Die Therapie einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann in einigen Fällen über das Ziel hinausschießen. So kann eine Radiojodtherapie (Bestrahlung mit radioaktivem Jod) und auch eine Behandlung mit Medikamenten gegen die Überfunktion die Hormonproduktion nachhaltig stören, dass sich aus der Überfunktion eine Unterfunktion entwickelt.
  4. Sekundäre Schilddrüsenunterfunktion: Hier liegt die Ursache in der Hirnanhangdrüse, da sie zu wenig TSH produziert.
  5. Tertiäre Schilddrüsenunterfunktion: Wenn der Hypothalamus zu wenig TRH produziert, handelt es sich um eine tertiäre Schilddrüsenunterfunktion, die jedoch nur sehr selten auftritt.

Wie wird die Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert?

Die Hormone T3 (Triiodthyronin) und T4 (Thyroxin) werden in der Schilddrüse gebildet, wobei die Bildung von der Jod-Versorgung abhängig ist. Um die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion zu bestätigen, ist eine Blutuntersuchung notwendig. Typisch für eine Schilddrüsenunterfunktion ist ein erhöhter TSH-Wert bei gleichzeitig niedrigem T3-Wert. Auch der T4-Wert kann erniedrigt sein. Eine beginnende Schilddrüsenunterfunktion zeigt T3- und T4-Werte im Normalbereich an. Hier ist dann nur der TSH-Wert erhöht.

Welche Tabletten kann man bei Schilddrüsenunterfunktion nehmen?

Die Schilddrüse bildet die Hormone L-Thyroxin sowie Triiodthyronin. Diese beeinflussen viele unterschiedliche Stoffwechselvorgänge im Körper. Unter anderem regen die Hormone die Wärmebildung an, steigern den Energieumsatz und beeinflussen beispielsweise den Fettabbau, das Herz und die Leber.

Der Wirkstoff Levothyroxin entspricht dem natürlichen Schilddrüsenhormon und ist in Medikamenten als Levothyroxin-Natrium enthalten. Eine Levothyroxin-Therapie findet statt, um die fehlenden Schilddrüsen-Hormone zu ersetzen oder um die Schilddrüse zu entlasten. Darüber hinaus findet es in den folgenden Bereichen Anwendung: